Großes Interesse Mehr Kleingärten durch Teilung in Erfurt - 50 neue Parzellen geplant

31. März 2024, 16:58 Uhr

In Erfurt sollen in den nächsten Jahren 50 neue Kleingärten durch Aufteilung gewonnen werden. Laut Stadtverband der Kleingärtner wurden dafür nun die ersten Gärten geteilt. Es handle sich um fünf Parzellen. Seit Januar war daran gearbeitet worden, Kleingärten zu halbieren.

Kleingarten in Erfurt: Neue Besitzer stehen Schlange

In Erfurt gibt es laut Verband eine Warteliste für Kleingärten. Jeden Monat würden auf der Kleingartenbörse etwa zehn Gärten angeboten, die in einem oder zwei Tagen sofort neue Besitzer finden. Das Teilen von Gärten sei aber eine gute Variante. So könne älteren Gärtnern ermöglichen werden, ihre Parzelle weiter zu bewirtschaften. Junge Familien könnten derweil neue Gärten bekommen, sagte der Vorsitzende des Stadtverbandes der Kleingärtner, Frank Möller.

Stadtverband: Teilung der Kleingärten "Kraftakt"

Es sei ein Kraftakt, das alles im Ehrenamt zu stemmen, so Möller. Zunächst müssten die Vorstände der Kleingartenvereine und dann die Mitglieder überzeugt werden. Die Stadt stellt dem Kleingartenverband dafür 25.000 Euro zu Verfügung. Das Geld wird unter anderem für das Teilen von Wasser- und Stromleitungen und neue Leitungen sowie für Zäune benötigt.

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MDR (ls)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGE JOURNAL | 23. März 2024 | 19:00 Uhr

4 Kommentare

Matthi vor 16 Wochen

Wieder so ein nicht nachvollziehbares Projekt der Stadt Erfurt. Auf der einen Seite werden Gärten geteilt weil es einen Bedarf an Gärten in Erfurt gibt, auf der anderen Seite werden Gärten plattgemacht wie am Petersberg, wo jetzt wieder Gärten weichen sollen wenns nach der Stadt geht.

Ein Auszug vom Artikel MDR Partylärm auf dem Erfurter Petersberg: Was die Stadt dagegen unternehmen will

Kleingärtner empört über Vorschlag
Frank Möller, Vorsitzender des Stadtverbandes der Kleingärtner hat ebenfalls Gesprächsbedarf. "Am 2. April hören wir uns an, was die Stadt zu diesen Rahmenplan-Ideen zu sagen hat." Dass er empört ist, dass das überhaupt zur Debatte stehen könnte, kann er nur schwer verbergen. "Wir haben in Erfurt in den letzten vier Jahren fast 140 Gärten verloren. Sie wurden ersatzlos weggebaggert", kritisiert er.

Sozialberuflerin vor 16 Wochen

Finde ich eine tolle Sache!

Es wird nicht wieder nur "gekürzt", "verboten" und "geschimpft"

Es werden Lösungen gesucht, die für Kleingärtner im hohen Alter eine Entlastung sein können und für junge Leute ein Zugewinn.

Der Kleingartenmarkt ist hart umkämpft. Spreche aus Erfahrung!

Wir haben 430qm, mit Bestandshaus aus den 80er und der typischen Regelungen des Kleingartengesetzes.
Haben kurz vor Corona das Glück gehabt und würden jetzt dafür fast das doppelte zahlen.

Eine kleine Oase und Zufluchtsort haben wir uns geschaffen, zu tun gibt's immer was, die Nachbarn sind super und wir können endlich nachhaltiger in Eigenregie anbauen.

Ich hoffe, solche Lösungen werden mehr praktiziert und nicht, aufgrund Bauvorhaben, Gartenanlagen verschwinden.

Die Nachfrage beweist, sie werden gebraucht/gewünscht!

MDR-Team vor 16 Wochen

Sehr geehrter Dermbacher,

Stephan Wunder vom Garten- und Friedhofsamt erklärt dazu, dass es sich um Parzellen handelt, die bis zu 1.000 Quadratmeter groß sind. In Erfurt sollen die Parzellen höchstens bis zu 400 Quadratmeter groß sein.

Mit freundlichen Grüßen
MDR THÜRINGEN Online-Redaktion

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