Mahnwache auf Fischmarkt Oberbürgermeister verteidigt Klimapolitik der Stadt Erfurt

Der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) hat im Gespräch mit Klimaaktivisten um Verständnis für die Stadtpolitik geworben. Es gehe immer darum, bei allen Projekten die Mehrheit der Bevölkerung mitzunehmen, sagte Bausewein am Montag auf dem Fischmarkt.

Oberbürgermeister Bausewein spricht mit Maske in ein Mikrofon.
Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) hielt den Aktivisten entgegen, dass die Stadt Erfurt genug gegen den Klimawandel unternehme. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Klima-Mahnwache seit 312 Tagen in Erfurt

Dort traf sich der Oberbürgermeister das erste Mal mit Klimaschützern, die sich seit 312 Tagen täglich zu einer Mahnwache treffen. Damit setzen sie nach eigenen Angaben das Klimacamp fort, das seine Zelte im Vorjahr vor dem Rathaus aufgeschlagen hatte. Sie werfen der Stadt unter anderem vor, zu viele Flächen zu versiegeln und zu autofreundlich zu sein.

Bausewein hielt dem entgegen, dass Erfurt nur noch wenige freie Flächen für Gewerbeansiedlungen habe und auch für Arbeitsplätze sorgen müsse. Außerdem werde die Stadt in diesem und im nächsten Jahr acht Millionen Euro in den Radwegebau investieren.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 29. März 2022 | 08:30 Uhr

32 Kommentare

hinter-dem-Regenbogen vor 25 Wochen

Ich sehe aktuell (global) die Neuausrichtung der Märkte weltweit für Fossile Brennstoffe und dass die Kinder dafür auch noch demonstrieren, das zeugt weniger von der Ehrlichkeit, vielmehr für die Bereitschaft zum Geschäft.

Marketing dient u.a. dazu, die Märkte zu sichen und die Preise hoch zu halten und mit Kindern . . . . . das weiss die Werbebranche zu genüge .
Jetzt wird amerikanisches Gas, zu einem viel höheren Preis auch noch in die Klimatüte hineingepresst.

Wollten die Kinder die Stadt wirklich "Grüner" machen , dann sollten diese lieber einen Spaten und eine Hacke in die Hand nehmen und sich dabei ruhig auch mal die Hände schmutzig machen. In der Stadt gibt es genügend Plätze und Flächen, die noch begrünt und gepflegt werden wollen.

Freies Moria vor 25 Wochen

Die ungeduldigen Klima-Protestler sollten lieber noch mal die Schulbank drücken und ein naturwissenschaftliches Fach studieren.
Oder, vielleicht noch besser, mal was handfestes in der Landwirtschaft arbeiten. Ein paar Jahre lang, damit sie lernen wie Wind und Wetter wechselt und sich so in der Praxis auswirkt.
So wie jetzt gerade: Der sonnigste März seit langem, und dann urplötzlich wieder Schneefall und nasskalt.
Wetter ist eben was anderes als Klima, und in der Realität ist das Wetter für uns sehr viel wichtiger als das Klima. Dem Klima können wir ohnehin nur folgen - es ist ja bis dato nie gelungen es irgendwie vorauszusagen. Und damit fehlt jegliche Grundlage für die Demonstrationen!

Matthi vor 25 Wochen

Ich bin zwar kein Studierter Städteplaner, Wohne aber fast mein ganzes Leben in Erfurt und kann schon die Veränderung seit den Achtzigern beurteilen. Seit der Wende wurde um Erfurt immer mehr zugebaut wo früher Grüne Ecken in der Innenstadt waren stehen heute Häuser, das Resultat es ist im Sommer Heiß und vom Luftaustausch merkt man immer weniger. Es ist egal wie Ökologisch gebaut wird wenn die Luft nicht gut zirkulieren kann weil noch mehr gebaut wird brauchen wir uns nicht zu wundern wenn es immer Heißer in der Innenstadt wird. In der Regel kommt Frischluft Nördlich nach Erfurt und die verbrauchte Luft geht Südlich raus. Zu der Problematik gab es schon Gutachten in den dreißiger Jahren die von der DDR auch ignoriert wurden.

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