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Bald ist es vier Jahre her, dass im Erfurter Ortsteil Marbach der Grundstein für die Moschee gelegt wurde. Bildrechte: Suleman Malik

EndspurtNach vier Jahren Bauzeit: Moschee in Marbach im Herbst fertig

von MDR THÜRINGEN

Stand: 16. Mai 2022, 13:57 Uhr

Der erste Moscheeneubau in den neuen Bundesländern soll im Herbst in Marbach bei Erfurt fertiggestellt werden. Lieferschwierigkeiten aufgrund der Pandemie und des Krieges hatten das Projekt der Ahmadiyya-Gemeinde hinausgezögert. Außerdem hatten sich immer wieder Firmen geweigert, für die muslimische Gemeinde zu bauen. Im Novemver 2018 war bereits der Grundstein gelegt worden.

Nach vier Jahren Bauzeit soll die Moschee im Erfurter Ortsteil Marbach im Herbst fertiggestellt werden. Das sagte Suleman Malik von der Ahmadiyya-Gemeinde MDR THÜRINGEN. Der größte Teil des Rohbaus stehe, ebenso die Hälfte des Minaretts. An der Kuppel werde noch gearbeitet, sagte er.

Als nächstes sollen die Fassadenarbeiten ausgeführt werden, auch Strom- und Wasseranschlüsse müssen noch gelegt und das Außengelände hergerichtet werden. Die Aufträge für die noch ausstehenden Arbeiten seien vergeben, so Malik. Durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg habe es nicht nur Lieferschwierigkeiten, sondern auch Preissteigerungen beim Baumaterial gegeben.

Hoffnung auf Eröffnung im Oktober

Die Ahmadiyya-Gemeinde hofft laut Malik darauf, zum Tag der offenen Moschee am 3. Oktober offiziell Gäste begrüßen zu dürfen. Bereits jetzt gebe es zahlreiche Anfragen, den Bau zu besichtigen, unter anderem von Studenten und Professoren.

Im November 2018 war der Grundstein für den ersten Moscheebau in den neuen Bundesländern gelegt worden. Danach hatte es zahlreiche Proteste gegen den Bau gegeben, zudem wollten viele Baufirmen nicht auf der umstrittenen Baustelle arbeiten. Die Ahmadiyya-Gemeinde, die etwa 100 Mitglieder zählt, wollte die Moschee ursprünglich schon im Dezember 2019 einweihen.

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MDR (dst)

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 16. Mai 2022 | 14:00 Uhr