Landgericht Erfurt Kinderpornografie: Angeklagter gesteht - 9.000 Bilder und Videos heruntergeladen

Im Prozess um Kinderpornografie vor dem Landgericht in Erfurt hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. Der Mann räumte ein, fast 9.000 Bilder und Videos mit Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder aus dem Darknet heruntergeladen zu haben.

Das Amts- und Landgericht am Domplatz in Erfurt.
Vor dem Landgericht Erfurt hat am Mittwoch der Prozess gegen einen jungen Mann wegen des Besitzes kinderpornografischer Bilder begonnen (Foto: Archiv). Bildrechte: MDR/Jörg Pezold

Angeklagter wegen pädophiler Neigung bereits in Therapie

Der 28-Jährige ist wegen sexuellen Missbrauchs vorbestraft und saß bereits im Gefängnis. Nach seiner Entlassung musste er eine elektronische Fußfessel tragen. Zu Prozessbeginn sagte der Angeklagte, er sei sich seiner pädophilen Neigungen bewusst und habe bereits mit einer Therapie begonnen.

Auf die Dateien waren Beschäftigte des betreuten Wohnens, wo der Mann untergebracht war, bei einer Kontrolle gestoßen. Nach Angaben des Gerichts soll in dem Prozess auch ein Sachverständiger zu Wort kommen. Er soll klären, ob der Angeklagte möglicherweise schuldunfähig ist. Dann käme die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik infrage. Bei einer Verurteilung drohen dem Mann zwischen drei Monaten und fünf Jahren Haft.

Quelle: MDR THÜRINGEN/uka

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. Juli 2021 | 12:00 Uhr

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