Prozess Rassistischer Angriff in Erfurter Straßenbahn: Angeklagter gesteht Tat

Im Prozess um einen rassistisch motivierten Überfall in einer Erfurter Straßenbahn hat der Angeklagte am Donnerstag vor dem Landgericht Erfurt die Taten eingeräumt.

Der 41-Jährige sagte, er sei bei dem Angriff stark alkoholisiert gewesen. Er hatte im April einen 17-jährigen Syrer bespuckt, beleidigt und geschlagen. Außerdem trat er dem jungen Mann mehrfach ins Gesicht. Zeugen filmten den Vorfall, der bundesweit für Aufsehen sorgte.

Opfer soll am Freitag im Prozess aussagen

Das Opfer war am ersten Verhandlungstag nicht im Saal, will sich aber am Freitag äußern. Für den Prozess sind insgesamt vier Verhandlungstage angesetzt. Nach Angaben des Richters sollen neben weiteren Zeugen auch Sachverständige gehört werden. Sie sollen klären, ob der Angeklagte so stark betrunken war, wie er es in seiner Aussage beschreibt.

Angreifer drohen bis zu zehn Jahre Haft

Der Angeklagte ist vorbestraft. Sollte er wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt werden, droht eine Haftstrafe von maximal zehn Jahren. Die Nebenklage sieht in der Tat einen versuchten Mord aus niederen Beweggründen. Sie schlug vor, die Anklage zu erweitern. Richter und Staatsanwaltschaft räumen dem Vorschlag nur geringe Erfolgschancen ein.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 21. Oktober 2021 | 11:30 Uhr

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