Verkehr Buga-Anreiseverkehr in Erfurt: Straßen nach Staus wieder frei

In Erfurt hat der Anreiseverkehr zur Bundesgartenschau am Mittwoch Staus auf den Zufahrtsstraßen und zeitweise auch auf der A71 verursacht. In den kommenden Tagen könnte die Verkehrslage durch eine Veranstaltung auf der Erfurter Messe verschärft werden.

Stau bei der Buga
Langer Stau vorm Buga-Parkplatz. Ein Bild, das sich in den kommenden Tagen wohl wiederholen wird. Denn in der Erfurter Messe startet eine Veranstaltungsreihe. Bildrechte: MDR/Christian Franke

Nach dem starken Anreiseverkehr zur Bundesgartenschau am Mittwochvormittag in Erfurt hat sich die Lage wieder entspannt. Seit dem Mittag rollt der Verkehr auf den Zufahrtsstraßen wieder normal. Am Vormittag hatte sich der Verkehr kilometerweit bis auf die Autobahn 71 gestaut. Im Stadtgebiet Erfurt setzte sich der Stau fort - von Bindersleben über Schmira bis zu den Buga-Parkplätzen an der Erfurter Messe.

Das schöne Wetter und die Ferien würden am Mittwoch viele Besucher auf die Gartenschau ziehen, hieß es von der Buga-Gesellschaft. Am Mittwochvormittag seien an der Kasse zum Ega-Gelände pro Stunde 4.000 Besucher abgefertigt worden, sagte Buga-Geschäftsführerin Kathrin Weiß. Trotz der Bitte der Veranstalter würden eben doch viele mit dem Auto statt mit dem Zug anreisen.

Buga-Konzept auf Zug und Straßenbahn ausgelegt

Das Erfurter Verkehrsamt führt den dichten Anreiseverkehr zur Bundesgartenschau am Mittwoch auf den Bahnstreik zurück. Viele Buga-Besucher seien sicherheitshalber aufs Auto umgestiegen, sagte Verkehrsamtsleiter Frank Helbing. Das Buga-Verkehrskonzept sei aber auf Zug, Straßenbahn und Rad ausgelegt. Wenn alle mit dem Auto anreisen, sprenge dies das System.

Stau in Erfurt auf der Zufahrtstraße von Westen zur Bundesgartenschau.
Buga-Gäste und andere Autofahrer, die nach Erfurt wollten, standen am Mittwochvormittag im Stau. Bildrechte: MDR/Regina Lang

Veranstaltung verschärft Verkehrslage

Das Verkehrs-Problem könnte sich in den kommenden Tagen noch verschärfen: Am Donnerstag starten die "Thüringer Messe Tage", zu denen Zehntausende Besucher erwartet werden. Zeitgleich werden erneut Tausende Besucher zur Bundesgartenschau erwartet. Insgesamt stünden rund um die Messe rund 4.000 Parkplätze zur Verfügung. Nach Kritik wurde an den Parkplätzen bereits Ende Juli nachgebessert und mehr Personal eingesetzt.

Neues Parkkonzept: Wo Besucher jetzt parken sollen

Nach Angaben der Buga-Gesellschaft ist das Parkkonzept für die Messe-Tage überarbeitet worden. So soll bei besonders hohem Verkehrsaufkommen erstmals auch der Parkplatz gegenüber der Ega für Besucher geöffnet werden. Bislang war er ausschließlich Ausstellern vorbehalten. Außerdem sollen Buga-Besucher zum Parkhaus am Flughafen umgeleitet werden, um von dort mit der Straßenbahn zur Buga zu pendeln.

Bauarbeiten an Messe-Parkplatz vor Abschluss

Zum Start der "Thüringer Messe Tage" sollen auch die Bauarbeiten auf dem Parkplatz vor der Messe abgeschlossen sein. Wie Messechef Michael Kynast MDR THÜRINGEN am Dienstag sagte, wird die neue Zufahrt samt Stellplätzen bis dahin fertig. Der Groß-Parkplatz sollte ursprünglich bereits zum Start der Bundesgartenschau im April fertig sein. Doch der Bau hat sich immer wieder verzögert. Laut Messe war unter anderem die Baugenehmigung zu spät erteilt worden.

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Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. August 2021 | 12:00 Uhr

20 Kommentare

astrodon vor 13 Wochen

@Harka2: Für mich sieht es so aus als wäre am Gothaer Platz die Möglichkeit eines Gleisdreiecks gegeben, damit dann eine Verbindung Rudolphstr.-Gothaer Str. ... Sollte machbar sein.

Harka2 vor 13 Wochen

Wie soll das gehen? Zwischen den beiden Linien gibt es keine Verbindung mit einer Wendeschleife bzw. keine Wendeschleife am Gothaer Platz. Da kommt auch keine bis zum Ringelberg.

Harka2 vor 13 Wochen

Hab ich und ich komme nicht wieder. Zumindest nicht dieses Jahr. Ich habe niemanden gestört, es gab reichlich Platz abseits der EGA-Parkplätze mit Höchstpreisen für die Anwohner. Der Fußweg zum Eingang war kürzer als der, welche die Benutzer der für sie vorgesehen Parkplätze nutzten und dort wahrlich saftige Gebühren dafür löhnen mussten. Nur, das sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass das aktuelle Parkplatz- und Verkehrsproblem Erfurts nicht vorhersehbar gewesen ist.
Man setzte auf ein Wunschkonzept, dass nie eine Chance in der Realität hatte. Man ignoriert alle Fakten die dagegen sprechen und hofft im Elfenbeinturm, dass alles gut werden wird. Ernsthaft? Setzen wir auf regenbogenfarbige Einhörner oder auf die realen Fakten? Bitte Radio einschalten und Verkehrsnachichten abhören ...

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