Echtzeit-Auswertung 20 Überwachungskameras für Einheits-Feier in Erfurt installiert

In Erfurt werden für die Zeit der Feier zum Tag der deutschen Einheit 20 Kamera-Masten zur Flächenüberwachung eingesetzt. Die Bilder würden in Echtzeit ausgewertet und nicht aufgezeichnet.

Eine der 20 Überwachungskameras in Erfurt für die Feier zum Tag der deutschen Einheit.
Eine der 20 Überwachungskameras in Erfurt für die Feier zum Tag der deutschen Einheit. Bildrechte: MDR/Axel Hemmerling

Die im Innenstadtbereich installierten Kameras sind von Samstag bis Montag zu den täglichen Veranstaltungszeiten aktiv, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei MDR THÜRINGEN. Mit den Kameras soll zum Fest der Einheit vor allem die Konzentration größerer Gruppen beobachtet werden.

Koordinierungsstab wertet in Echtzeit aus

Der Koordinierungsstab wird demnach die Bilder nur auswerten und nicht aufzeichnen. Einzelne Personen könnten nicht identifiziert werden, weil die Auflösung der Kameras technisch begrenzt sei und es keine Zoom-Funktion gebe. Die Überwachung sei durch den Landesbeauftragten für Datenschutz genehmigt worden, heißt es weiter aus der Staatskanzlei.

Zur bundesweit zentralen Feier für den Tag der Deutschen Einheit werden in Erfurt bis zu 120.000 Besucher erwartet. Es gibt ein umfangreiches Programm, aber auch erhebliche Verkehrsbeeinträchtigungen in der Erfurter Innenstadt.

Überwachungskameras an einem Mast.
Die Überwachung ist laut Staatskanzlei durch den Landesbeauftragten für Datenschutz genehmigt worden. Bildrechte: MDR/Axel Hemmerling

MDR (KL/AH/rom)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 29. September 2022 | 12:00 Uhr

38 Kommentare

DER Beobachter vor 9 Wochen

Die Metropolen und tw. sogar die Strände in GB sind flächendeckend videoüberwacht seit Jahren, Paris und NY ebenso. Haben Sie damit ein Problem, 4xnull?

Ines W. vor 9 Wochen

@Atze1
Tun sie mal nicht so neutral!
Wer in den Raum stellt, dass es den Menschen heute nicht besser geht als in der DDR, der jammert auf sehr sehr hohem Niveau. Ansonsten sollte man mal nicht die mutige DDR Bürgerrechtsbewegung mit denen gleichsetzten, die sich erst auf die Straße getraut haben, als das schon solche Dimensionen angenommen hatte, dass der Staat da gar nicht mehr hätte sanktionieren können.

Ansonsten war es nicht die SU die die Wiedervereinigung ermöglicht hat, sondern wohl eher ein Herr Gorbatschow. Dem war gottseidank klar, dass die SU sich erst einmal um ihre eigenen Probleme kümmern musste, statt irgendwelche Diktaturen in Osteuropa mit Geld und Truppen zu stützen. Ein Putin tut heute genau das Gegenteil und übertüncht innenpolitische Probleme durch einen Krieg.

DER Beobachter vor 9 Wochen

Nicht der SU als solcher, sondern allein Gorbatschow, und gewiss auch nicht dem heutigen russischen Präsidenten, dessen Job hier in DD ja war, den Westen zu demontieren. Erinnern Sie sich noch an den Putsch gegen Gorbatschow kaum ein Jahr später? Und mich widert immer noch an, dass der Kremlchef unter Vortäuschung wichtiger Aufgaben ferngeblieben ist der Beisetzung dessen, ohne den tatsächlich unsere Freiheit und Wiedervereinigung unmöglich gewesen wäre...

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