Kriminalität Corona-Trickbetrug in Erfurt: Seniorin verliert gesamtes Vermögen

Eine 95 Jahre alte Frau aus Erfurt hat ihr gesamtes Vermögen Betrügern gegeben. Laut Angaben der Polizei übergab die Seniorin am Mittwoch zwei Sparbücher, Schmuck und Bargeld im Wert von 30.000 Euro. Immer wieder rufen laut Polizei Betrüger bei älteren Menschen an. Sie geben sich als Ärzte aus und erzählen Geschichten über Enkelkinder oder andere nahe Verwandte, die schwer an Covid-19 erkrankt seien.

Seniorin am Telefon. (Symbolbild)
Mit verschiedenen Maschen nutzen Trickbetrüger die Corona-Pandemie, um Geld und Wertsachen zu erbeuten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ähnlicher Fall im Landkreis Gotha bekannt

Auch eine 84-Jährige aus Neudietendorf erhielt am Donnerstag einen solchen Anruf. Ein Betrüger gab sich den Angaben zufolge als "Professor Weber" aus und behauptete, Angehörige benötigten teure Medikamente aus dem Ausland. Die Frau reagierte nicht und informierte die Polizei.

Quelle: MDR THÜRINGEN,jni

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 07. Januar 2021 | 18:30 Uhr

6 Kommentare

Funkwerker vor 28 Wochen

prüft ob ggfs. ein Gerichtsbeschluss erwirkt werden kann, dass die zuletzt abgeschlossenen Verträge wegen Einschränkungen der Geschäftsfähigkeit ("nicht gegebenen ~") als nichtig erklärt werden mit allen weiteren sich daraus ergebenden Konsequenzen (bzw. Rückabwicklung, Rückzahlungen etc.).
Natürlich kann Sie auch jeder (im Betreuungsrecht versierte) Rechtsanwalt (mehr oder weniger gut) dazu beraten.

Funkwerker vor 28 Wochen

@Silent_John: Nehmen Sie doch mit einem Rechtspfleger bei Ihrem vor Ort ansässigen (Betreuungs-) Gericht (telefonisch) Kontakt auf und versuchen (Corona??) einen Termin zu vereinbaren. Der Rechtspfleger kann Ihnen verschiedene Varianten vorstellen. Auch wenn sehr die Persönlichkeit betreffend scheint mir nach Ihren Schilderungen eine gerichtliche Betreuung (so nennt man dann das Einsetzen eines Berufsbetreuers) als unumgänglich. Sollte Ihnen der Rechtspfleger empfehlen, dass ein Betreuer in Vermögensangelegenheiten einsetzt werden soll, dann können Sie mit ihm auch die Variante der Doppelzustimmung erörtern (d.h. bspw. dass ein Vertragsabschluss für Ihren Vater der Zustimmung des Betreuers und Ihres Vaters oder des Betreuers und bspw. von Ihnen bedarf).
Die Beratung durch einen Rechtspfleger ist kostenfrei.
Dann sollten Sie den Rechtspfleger auch zum Umgang mit den Verträgen aus der jüngsten Vergangenheit befragen. Nach Ihren Schilderungen würde ich vermuten, dass der Rechtspfleger >>

Anita L. vor 28 Wochen

Hallo Silent_John, haben Sie vielleicht aufgrund der Demenz die Möglichkeit, eine Art Vollmacht über die finanziellen Geschäfte Ihres Vaters zu vereinbaren? So hätten Sie zumindest noch die Möglichkeit, Verträge zu annullieren?

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