Kriminalität Ägypter in Erfurter Straßenbahn brutal zusammengeschlagen

In Erfurt ist ein Ägypter in einer Straßenbahn angegriffen und zusammengeschlagen worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hinderten die Täter den 33-Jährigen am frühen Sonntagmorgen zunächst am Aussteigen und griffen ihn dann an. Nachdem er aus der Bahn fiel, sollen die Täter weiter auf ihn eingeschlagen haben. Der Mann wurde bei dem Angriff verletzt. Ob die Angreifer aus rassistischen Motiven heraus handelten, ist offen. Die Polizei hat sich dazu bisher nicht geäußert.

Mutmaßliche Täter haben sich gestellt

Am Montagnachmittag haben sich die mutmaßlichen Täter gestellt. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer. Sie wurden noch am Montagabend vernommen.

Bei dem Opfer des Angriffs soll es sich um den Mitarbeiter eines koreanischen Restaurants am Domplatz handeln, der auf dem Heimweg war. Die Inhaber des Restaurants lobten auf Facebook eine Belohnung für hilfreiche Informationen zu den Tätern aus. Der Übergriff passierte nach Angaben der Polizei an der Haltestelle Riethstraße, auf Facebook wird dagegen die Haltestelle Warschauer Straße angegeben.

Auch im April Angriff in Erfurter Straßenbahn

Am 23. April war in einer Straßenbahn in Erfurt ein Migrant aus rassistischen Motiven angegriffen worden. Ein 17 Jahre alter Syrer wurde beleidigt, bedroht, bespuckt und ins Gesicht geschlagen sowie getreten. Der mutmaßliche Täter, ein 41 Jahre alter Mann, wurde drei Tage später gefasst. Er sitzt seither in Untersuchungshaft. Anfang Juli erhob die Staatsanwaltschaft Anklage.


Anmerkung der Redaktion: In einer ersten Fassung dieses Beitrags hatten wir von einem rassistischen Angriff auf den Ägypter geschrieben. Zu einem solchen Motiv ist uns aber noch kein Indiz bekannt. Wir haben den Passus deswegen entfernt und recherchieren weiter zu dem Angriff.

Quelle: MDR THÜRINGEN/cfr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 19. Juli 2021 | 18:30 Uhr

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