Schilderwald Erfurt baut Umweltzone nach Gerichtsurteil zurück

Ab Oktober baut die Stadt Erfurt ihre Umweltzone zurück. Insgesamt müssen etwa 400 Verkehrsschilder und Vorwegweiser samt Fundament abgebaut werden. Ende des Jahres sollen alle Schilder verschwunden sein.

Ein Schildpfahl mit den Schildern Umweltzone und Sackgasse
Umweltzonen-Schilder sind bald kein Teil des Erfurter Stadtbilds mehr. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Schilderwald wird gerodet

Im Mai hatte das Oberverwaltungsgericht in Weimar die Umweltzone gekippt und einem Taxiunternehmer Recht gegeben. Der hatte gegen die thüringenweit einzige Umweltzone geklagt. Bundesweit gibt es laut Umweltbundesamt noch 57 davon. Die Verkehrszeichen landen nun auf dem Müll. Sie neu zu bekleben sei zu aufwendig und zu teuer, sagte Verkehrsamtsleiter Frank Helbing MDR THÜRINGEN.

Für den Rückbau werde eine externe Firma beauftragt, da im städtischen Bauhof das Personal fehle. Etwa 45.000 Euro soll das kosten. Das Aufstellen vor neun Jahren hatte fast das Dreifache - rund 125.000 Euro - gekostet. Die Umweltzone habe aber nicht nur Kosten verursacht, sondern auch Positives bewirkt. Die Luft sei sauberer geworden, weil Firmen ihre Fahrzeugflotte schneller auf schadstoffärmere Autos umgerüstet hätten, so Helbing.

Umweltzone in Erfurt In einer Umweltzone dürfen nur solche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor fahren, die bestimmte Abgasstandards einhalten und deswegen eine grüne Plakette bekommen haben. Davon ausgenommen waren beispielsweise Autos mit "H"-Kennzeichen, Betriebsfahrzeuge und Landmaschinen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/cfr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 11. September 2021 | 06:00 Uhr

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