Erfurt Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Polizeigewerkschafter Christ ein

Anfang 2020 hatte eine Mitarbeiterin den ehemaligen Chef der Thüringer Polizeigewerkschaft, Kai Christ, wegen sexueller Nötigung angezeigt. Wegen fehlender Beweise stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren nun ein.

Kai Christ, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Thüringen
Kai Christ, ehemaliger Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei in Thüringen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Staatsanwaltschaft Erfurt hat das Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Chef der Gewerkschaft der Polizei, Kai Christ, eingestellt. Eine frühere GdP-Mitarbeiterin hatte Christ wegen sexueller Nötigung und Übergriffe angezeigt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft konnte kein hinreichender Tatverdacht nachgewiesen werden. Deshalb sei das Verfahren eingestellt worden, sagte Oberstaatsanwalt Hannes Grünseisen. Demnach konnten keine Beweise gefunden werden.

Innenministerium ordnete Überprüfung an

Kai Christ erklärte, dass er stets die Vorwürfe zurückgewiesen habe. Nun sei er erleichtert, dass auch die Staatsanwaltschaft keine Straftat erkennen konnte, so Christ.

Die Mitarbeiterin hatte bereits im Frühjahr vergangenen Jahres Anzeige erstattet. Die Ermittlungen waren vor wenigen Wochen in die Kritik geraten, da der Fall angeblich nicht intensiv und nur schleppend von der Internen Ermittlung untersucht wurde.

Das Innenministerium hatte daraufhin eine Überprüfung angeordnet. Der interne Prüfbericht, der MDR THÜRINGEN vorliegt, kam zu dem Ergebnis, dass es keine Hinweise auf eine Verschleppung der Ermittlungen gebe.

Kai Christ war wegen der Vorwürfe Ende April als Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei Thüringen zurückgetreten. Bei den kommenden Vorstandswahlen im März nächsten Jahres wolle er wieder antreten, so Christ.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 23. Juni 2021 | 19:00 Uhr

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