Verkehr Mitarbeiter krank: Zahlreiche Züge fallen in Erfurt aus

Bahnreisende müssen in dieser Woche auf den Strecken zwischen Erfurt Hauptbahnhof und einigen nördlich gelegenen Zielen Geduld mitbringen. Betroffen sind Verbindungen von und nach Kassel-Wilhelmshöhe, Nordhausen und Leinefelde.

Wie ein Bahnsprecher mitteilte, haben sich kurzfristig mehrere Mitarbeiter krank gemeldet. Deshalb könne das Stellwerk Erfurt Nord aktuell nicht regulär besetzt werden.

Ein Mann zeigt in einen Zug am Bahnhof Sondershausen.
Auch die Linie RE 56 bis Nordhausen ist betroffen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Busse fahren ab Erfurt Hauptbahnhof

Folgende Linien sind betroffen:

  • RE 2 Erfurt - Kassel-Wilhelmshöhe
  • RE 55/56 Erfurt - Nordhausen
  • RB 52 Erfurt - Leinefelde

Die betroffenen Züge des RE 2 verkehren ohne Halt zwischen Erfurt und Bad Langensalza in einer Umleitung über Gotha. Die Züge RE 55/56 und RB 52 werden zwischen Erfurt Hauptbahnhof und Kühnhausen durch Busse ersetzt, so der Sprecher. Lediglich in den Früh- und Abendstunden fahren zwischen Erfurt Hauptbahnhof und Gispersleben einige Züge.

Laut Bahn ist das Stellwerk Erfurt Nord auch von Mittwoch bis Freitag von 0 Uhr bis 12 Uhr nicht besetzt. Von Dienstag bis Mittwochnachmittag sind von den Zugausfällen insgesamt 97 Züge betroffen, am Donnerstag und Freitag je 28 Züge.

Bereits am Montag war es zu mehreren Ausfällen auf der Strecke gekommen. Die Bahn bittet darum, sich vor Fahrtantritt über die jeweilige Verbindung zu informieren.

Gesperrte Strecke im Kreis Nordhausen

Auch bei Sollstedt im Kreis Nordhausen müssen Reisende in Nordthüringen mit Behinderungen im Bahnverkehr rechnen. Wie das Unternehmen Abellio mitteilte, hat die Deutsche Bahn auf der Stecke Halle-Kassel ein Teilstück bei Sollstedt kurzfristig gesperrt und veranlasst, dass der Verkehr eingleisig an der Baustelle vorbeigeführt wird. Grund ist der Austausch von defekten Beton-Schwellen.

Zugreisende müssten mit Wartezeiten und umfangreichen Verspätungen und möglichen Zugausfällen rechnen, so Abellio. Betroffen davon sind vor allem die Regionalexpresslinien RE 8 Halle (Saale) – Leinefelde sowie RE 9 Halle (Saale) – Kassel, sowie RE 10 Erfurt – Magdeburg. Auch die Züge der S7 zwischen Halle (Saale) und Luther­stadt Eisleben können betroffen sein.

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MDR (sar)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 02. August 2022 | 13:30 Uhr

7 Kommentare

S.G. vor 9 Wochen

Das ist wirklich schade, dass ich das 9€ Ticket im August noch gar nicht nutzen konnte. Ich bin Pendler zwischen SDH und ERF. Im Juni und Juli hat es bis auf wenige Ausfälle und Verspätungen noch ganz gut geklappt. Da die Anbindung zu meinem Zielort sehr schlecht ist muss ich mein Auto in Kühnhausen stehen lassen, um dann die 5 km bis auf Arbeit zu fahren. Da aber rund um Kühnhausen mehrere Baustellen im August gleichzeitig sind, komme ich von da nur auf Umwegen zur Arbeit. Alternativ bin ich nach Erfurt Nord gefahren, dass ist zeitlich auch noch einigermaßen akzeptabel. Durch die Ausfälle beim Stellwerkspersonal geht auch das jetzt auch nicht mehr. Die Bahn rät mir mich nach anderen Verkehrsmitteln umzusehen - habe ich gemacht und fahre jetzt wieder mit meinem Auto - leider sehr schade- ich fand das Bahn fahren sehr bequem. Aber verlässlich muss es sein, sonst ist es keine echte Alternative- leider.

Bernd_wb vor 9 Wochen

ich weiss nicht ob das mit dem 9 Euro Ticket in Verbindung gebracht werden muss. Und 21 Mio haben solch ein Ticket im Juli gekauft. Das ist ein Viertel der Bevoelkerung in die Zuege stecken will wenn nicht gar mehr. Heisst dass was an Zuegen aktuell faehrt reicht nicht fuer die Verkehrswende. Und frueher war Triebfahrzeugfuehrer ein Traumberuf. Nach der Privatisierung wurde abgebaut und Personal entlassen. Nun sucht man wieder. Ist eben auch Schichtdienst, Verantwortung.

Jet-Man vor 9 Wochen

Der Zoll müsste einschreiten. Bei vielen Beförderungsunternehmen werden die Arbeitszeitregelungen nicht eingehalten, und zwar bundesweit. Rest ist unlogisch.

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