Buga-Pläne in Erfurt Petersberg wird unterkellert

Der Erfurter Petersberg erhält eine unterirdische Ausstellungshalle. Auf rund 1.200 Quadratmetern Fläche soll zur Bundesgartenschau 2021 (Buga) eine Landesausstellung ihren Platz finden. Der Raum soll zudem mit dem Netz der militärischen Horchgänge in den Festungsmauern verbunden werden, kündigten Stadt und Buga am Mittwoch an.
Ebenfalls zur Buga 2021 wird die Peterskirche als Ausstellungsraum genutzt. Der Innenraum soll in den historischen Zustand zurückgebaut werden. Nachdem die Klosterkirche über Jahrhunderte als Lager diente, sind derzeit noch mächtige Zwischenböden in das Kirchenschiff eingelassen. Die aktuell dort gezeigte Ausstellung "Konkrete Kunst" wird bis zur Buga an einen anderen Ort innerhalb Erfurts umziehen.

Neu gestaltet werden soll auch das sogenannte Kommandantenhaus direkt über dem Haupttor der Festung. Vorgesehen ist eine gastronomische Nutzung. Geplant ist auch Fremdenzimmer einzurichten. Ein Aufzug soll einen behindertengerechten Zugang zur Plattform der Festung ermöglichen. Auf der Basis dieser Vorschläge, die Experten von Stadt, Land und Buga-Gesellschaft erarbeitet haben, starten nun Architektenwettbewerbe. Baustart könnte 2018 sein. Alle Angebote sollen auch nach der Bundesgartenschau weiter genutzt werden.

Millionenaufwand zur Bundesgartenschau

Insgesamt sind für die Neugestaltung des Petersberges für die Bundesgartenschau rund 28 Millionen Euro eingeplant. Ein Großteil des Geldes soll vom Land und vom Bund kommen. Die Stadt Erfurt werde sich mit rund vier Millionen Euro beteiligen, kündigte Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) an. Der Petersberg soll neben dem egapark zum zentralen Ausstellungsort der Buga 2021 werden.

In der neuen "Erlebniswelt Thüringen" unter dem Exerzierplatz soll auch eine Informationsstelle zur Geschichte des Petersberges untergebracht werden, darüber hinaus fänden Toiletten, Garderoben sowie wechselnde Ausstellungen Platz. Letztere sollen nach dem Willen der Buga-Planer Besucher multimedial über die Historie von Berg, Zitadelle und Peterskirche informieren. Schon jetzt besuchen jährlich rund 50.000 Gäste den Petersberg mit Stadtführungen und -rundfahrten. Zur Bundesgartenschau sollen die Besucher per Fahrstuhl aufs Plateau gelangen können. Pläne für den Bau einer Seilbahn wurden verworfen, das Projekt wäre zu teuer geworden.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Radiogarten | 02. Januar 2021 | 10:15 Uhr

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