Olbersleben Kinder der Kita "Zwergenland" sind ins Bürgerhaus umgezogen

Weil das Gebäude der Kita "Zwergenland" in Olbersleben saniert wird, ziehen die 32 Kinder übergangsweise ins Bürgerhaus. Vom Personal sind nun starke Nerven gefordert - doch es klappt meist besser als erwartet.

Kleine Tische und Stühle stehen im Bürgersaal.
Das Bürgerhaus Olbersleben ist übergangsweise zum Kindergarten für die Kinder der Kita "Zwergenland" geworden. Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

Ein großer Saal voll mit 30 Kindern - das bedeutet einen relativ hohen Lärmpegel. Genau das ist für ein halbes Jahr Realität in Olbersleben (Landkreis Sömmerda): Weil die Kita "Zwergenland" bis Ende des Jahres umfassend saniert wird, sind 32 Kinder vor zwei Wochen ins Bürgerhaus umgezogen. Von der Kita-Leiterin und den Erziehern sind starke Nerven gefordert - doch es klappt meist besser als erwartet.

"Das ist unser neuer Kindergarten!", haben sich manche der Kinder vor zwei Wochen gefreut, als sie in das Bürgerhaus eingezogen sind. Die kleineren hingegen waren etwas ängstlich und mussten erstmal überzeugt werden, erinnert sich Kita-Leiterin Steffi Häring. Doch inzwischen haben sich alle daran gewöhnt.

Die Kinder sitzen im Saal verteilt an insgesamt acht Gruppentischen, drumherum liegen Baby-Puppen, Spiel-Steine und Bastel-Kram. An den Bürgersaal erinnert nur noch die Bühne. Inzwischen haben die Kinder auch verstanden, dass das hier nur ihr vorübergehender Kindergarten ist.

Spielzeugkisten stehen im Bürgerhaus Olbersleben.
Im Bürgersaal können es sich die Kinder an Gruppentischen und in Spielecken gemütlich machen. Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

Dem fünfjährigen Ole gefällt es sogar besser als vorher: "Weil es hier größer ist." Und manch anderen Kindern kommt es so vor, als gäbe es hier auch mehr Spielzeug. Obwohl das nur eine gefühlte Wahrheit ist, verrät die Erzieherin augenzwinkernd.

Kita im Bürgerhaus: Abläufe bleiben gleich

Auch wenn der Lärmpegel für Steffi Häring und die anderen Erzieherinnen und Erzieher manchmal etwas lauter ist, die Abläufe bleiben im Bürgerhaus die gleichen. Es wird gespielt, es gibt Pausen für Obstsalat, außerdem können die Kinder nach wie vor nach draußen auf das Außengelände des Kindergartens.

Ein bisschen Angst hatte Steffi Häring allerdings vor dem Mittagsschlaf von rund 30 Kindern in einem Saal: "Wir hatten Angst, weil wir hier nichts verdunkeln können, dass einige Kinder nicht schlafen werden. Und wir sind eines besseren belehrt worden, wir waren ganz erstaunt, es schlafen alle Kinder."

Das Bürgerhaus Olbersleben von außen.
Bis Ende des Jahres wird die Kita saniert - bis dahin können die Kinder im Bürgerhaus spielen. Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

Kinder wachsen im großen Saal zusammen

Ein weiterer positiver Effekt habe sich in den letzten beiden Wochen bemerkbar gemacht. Normalerweise sind die Kinder in Gruppen unterteilt, in denen sie auch bleiben. Doch jetzt spielen Kleine mit Größeren und profitieren voneinander, meint Steffi Häring. Eventuell soll es im fertig sanierten Kindergarten auch ein teiloffenes Konzept geben, bei dem Kinder aus verschiedenen Gruppen weiter miteinander spielen können.

Ende des Jahres soll es so weit sein, dass die Kinder zurück in den sanierten Kindergarten können. Dann soll es unter anderem zwei Bäder statt einem geben, eine neue Garderobe und eine neue Kinderküche sollen entstehen. Dafür seien laut Buttstädts Bürgermeister Hendrik Blose aktuell 451.000 Euro veranschlagt. Die Gemeinde Olbersleben gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Buttstädt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 09. Juni 2021 | 07:20 Uhr

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