Kulturdenkmal Rastenberg: Notsicherung soll Verfall von historischem "Raspehaus" stoppen

Das aus dem 17. Jahrhundert stammende "Raspehaus" ist eines der ältesten Gebäude im Landkreis Sömmerda. Ein Förderverein will das historische Wohnhaus vor dem Verfall retten. Dafür wurde zunächst eine Notsicherung angebracht.

Bauzaun vor dem Raspehaus
Das Raspehaus wurde im Jahr 1906 gebaut. Es gilt als Kulturdenkmal. Bildrechte: MDR/Anna Hönig

Das "Raspehaus" ist das älteste Haus der Stadt Rastenberg und eines der ältesten im Landkreis Sömmerda. Das Gebäude befindet sich in keinem guten Zustand. Der Förderverein des "Raspehauses" hat damit begonnen, das historische Wohnhaus zu sichern. Der mittlere Gebäudeteil sowie der Giebel sind bereits mit Brettern und Gurten stabilisiert worden. Das marode Dach konnte wegen Lieferschwierigkeiten der Folie noch nicht abgedichtet werden. Das soll aber in den kommenden Wochen passieren.

Sanierung kostet mehrere Millionen Euro

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte sich ein Förderverein gegründet, um das einsturzgefährdete Haus aus dem 17. Jahrhundert zu retten und zu sanieren. Die Sicherung von Statik und Dach sind ein erster Schritt auf diesem Weg. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem vom Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Weitere Fördermittel sollen von der Stiftung Denkmalschutz kommen, dafür muss jedoch zuerst ein Eigentümer für das "Raspehaus" gefunden werden. Bisher gehört es dem Staat.

Laut dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden, Stefan Wagner, überlegt der Verein das Haus zu kaufen, sobald es gesichert ist. Die Sanierung des Hauses soll zwei bis drei Millionen Euro kosten. Noch gibt es kein Nutzungskonzept, aber der Verein könnte sich Eventräume, eine Begegnungsstätte für die Bürger aus dem Ort oder auch ein Heimatmuseum vorstellen.

MDR(cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 30. März 2022 | 16:12 Uhr

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