Corona-Modellprojekt Weimar darf Läden einen Tag länger öffnen

Verlängerung für das Modellprojekt des Einkaufens unter Corona-Bedingungen in Weimar. Das Thüringer Gesundheitsministerium hat einen weiteren Tag genehmigt. In Jena wird es hingegen weiter keine Ladenöffnungen geben, auch nicht im Rahmen von Modellprojekten.

Menschen in einer Fußgängerzone in Weimar
Auch am Gründonnerstag dürfen die Menschen in Weimar shoppen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Geschäfte, Museen und Galerien in Weimar dürfen auch am Donnerstag im Rahmen des Modellprojekts zum Einkaufen unter Corona-Bedingungen öffnen. Das teilte das Thüringer Gesundheitsministerium MDR THÜRINGEN am Mittwoch mit.

Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine hatte eine Verlängerung des am Montag gestarteten und auf drei Tage angelegten Modellprojekts beantragt. Das Ministerium hat einen der zwei beantragten zusätzlichen Tage genehmigt. Am Ostersamstag darf hingegen nicht geöffnet werden.

Luca-App zur Kontaktverfolgung im Einsatz

Weimar hatte als erste Kommune in Thüringen ein Konzept umgesetzt, das Ladenöffnungen unter bestimmten Voraussetzungen ermöglicht. Wer ein Geschäft oder ein Museum betreten möchte, muss einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorweisen. Außerdem muss eine Kontaktnachverfolgung gewährleistet sein. Dafür wird in Weimar auch die Luca-App eingesetzt.

Auch andere Städte wie Erfurt und Bad Frankenhausen schmieden Pläne für solche Öffnungstests. Weimar selbst plant eine zweite Phase ab dem 19. April. Bis dahin soll unter anderem geprüft werden, ob auch Tests beispielsweise aus Betrieben, in den Geschäften anerkannt werden können.

Keine Ladenöffnung in Jena

In Jena werden die Läden vorerst nicht öffnen. Das teilten Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) und der stellvertretende Werkleiter von JenaKultur, Carsten Müller am Mittwoch mit. Öffnungen zum jetzigen Zeitpunkt, so sehr sich viele auch danach sehnten, wären ein Fehler, so ihre Begründung. Mit einer Inzidenz von aktuell über 140 und schnell steigenden Infektionszahlen befinde sich Jena mitten in der dritten Pandemiewelle.

Die Tische und Stühle vor einem Restaurant in Jena sind zusammengeräumt
Geschlossene Restaurants in der Wagnergasse in Jena Bildrechte: imago images/Jacob Schröter

Nitzsche sieht derzeit auch keinen Spielraum für Modellprojekte wie in Weimar. Voraussetzungen für Lockerungen seien niedrige Infektionszahlen. Dennoch gebe bereits Gespräche mit Akteuren für Öffnungsstrategien im Einzelhandel, in der Gastronomie sowie im Sport und Kultur. Geprüft werden demnach erweiterte Außenbereiche zum Bewirtschaften, verkürzte Sperrzeiten und einfacheres Einkaufen in der Innenstadt auch für Menschen aus dem Umland. In einem ersten Schritt wurden den Angaben nach die Sondernutzungsgebühren erlassen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 31. März 2021 | 15:30 Uhr

8 Kommentare

REXt vor 29 Wochen

helmut57, also, wenn ich zwischen den Zeilen lese, da sieht das Resümee der 4 Tage Laden Öffnung, weniger gut aus, wenige Kunden, ja außer Textilläden, ansonsten gähnende Leere, wer soll da als Ladenbesitzer überleben? Wenn ich wegen jeden Gaststättenbesuch, Einkauf ,mich testen lassen soll verzichte ich drauf, das Internet macht’s möglich. Beim Einkauf in Lebensmittelläden gehts doch auch ohne Testen, obwohl da manchmal mehr Betrieb ist.

Ritter Runkel vor 29 Wochen

Zum Beispiel in der Stadt Tübingen wurden 50000 Tests durchgeführt und dies bei 90000 Einwohnern, da ist doch klar, das die Fallzahlen steigen.
Diese Frage muss gestellt werden, was macht Jena besser als diese drei Städte, was macht Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche für die Bürger Jenas besser?

Ritter Runkel vor 29 Wochen

Ein paar Sätze zur Stadt Jena und zum Umgang dort mit der Pandemie.
Wenn ich Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche, in der Freitagsansprache vom 02.04.2021 eine seiner wöchentlichen Freitagsansprachen höre, ist Impfen die Lösung, aber es ist wie immer, da kann die Stadt wieder nichts dafür.
Der Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche muss endlich aufhören, Weimar, Rostock oder Tübingen nieder zu machen.
Die dortigen Fallzahlen steigen auch nicht höher als in Jena, aber dort haben sich die Bürgermeister für den Weg der Hoffnung und Perspektive für ihre Bürger entschieden.
In der sogenannten Lichtstadt Jena wird alles platt gemacht, siehe Kartbahn, Sportsbar, Lelek etc.
Übrigens in der Freitagsansprache, darüber wieder kein Wort von Jenas Oberbürgermeister Dr. Thomas Nitzsche.

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