"Einmalige Aktion" Landesverwaltungsamt: Keine weiteren Zwangszuweisungen von Flüchtlingen

30. Mai 2023, 23:12 Uhr

Das Landesverwaltungsamt will den Thüringer Kommunen und kreisfreien Städten künftig keine Flüchtlinge mehr direkt zuteilen. Eine Sprecherin des Landesverwaltungsamts in Weimar sagte MDR THÜRINGEN, die Zwangszuweisungen in der vergangenen Woche seien eine einmalige Aktion gewesen.

Gebäude des Thüringer Landesverwaltungsamts, Außenansicht.
Laut dem Thüringer Landesverwaltungsamt soll es künftig keine weiteren Zwangszuweisungen von Flüchtlingen geben. Bildrechte: imago images/Schöning

Kritik an Zwangszuweisung

Um über Himmelfahrt und Pfingsten auch für den Notfall genug Platz in der Suhler Erstaufnahmeeinrichtung zu haben, waren dem Landkreis Gotha und der Stadt Weimar insgesamt 44 Flüchtlinge zugeteilt worden. Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) kritisierte die Entscheidung.

Um die Flüchtlinge aufnehmen zu können, hätten ein Aufenthalts- und Quarantäneräume aufgegeben werden müssen. Damit seien die bisherigen Standards für die Unterbringung nicht mehr einzuhalten. Er forderte, dass Flüchtlinge ohne Aufenthaltsperspektive in ihre sicheren Herkunftsländer zurückgeschickt werden, um weitere Kapazitäten für Bedürftige frei zu halten.

Die freigehaltenen Plätze in der Suhler Erstaufnahmeeinrichtungen wurden letztendlich nicht benötigt. Laut Landesverwaltungsamt sollen der Kreis Gotha und Weimar im Laufe des Jahres nun entsprechend weniger Geflüchtete aufnehmen müssen.

Mehr zur Unterbringung von Flüchtlingen

MDR (kola/cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30. Mai 2023 | 20:00 Uhr

4 Kommentare

Ilsa am 31.05.2023

Weimar bot sich als Ort für Zwangszuweisungen von Flüchtlingen durchaus an, kein weiterer Ort in Thüringen verfügt über eine so riesige, erschlossene Infrastruktur in der näheren Umgebung, inklusive bewährter Unterbringung und Möglichkeiten der Quarantäne.

faultier am 31.05.2023

78 % Mehr Asylanträge wie im letzten Jahr ,diese Regierung ist nicht willens irgendentwas gegen diese Ausartente Asylantragsflut zu unternehmen und das sind keine Ukraineflüchtlinge sondern Afghanen und Syrer und Frau Faeser meint keine stationären Grenzkontrollen da sich Staus an den Grenzen bilden könnten ,komisch in Berlin sind ihnen seid Monaten diese künstlichen Staus egal, die weitere Überforderung und Zwangszuweisungen sind doch vorprogrammiert ,Augen zu und durch,WSD

El Vaquero am 31.05.2023

Was ist, wenn der letzte Container aufgestellt ist und die letzten großen Zelte auf Wiesen oder alten Flugplätzen aufgebaut sind? Was dann? Macht sich hier jemand Gedanken oder ist das noch sooo weit weg, dass wir noch alle, die kommen und die noch kommen wollen, aufnehmen. Egal, ob die Infrastruktur noch passt, oder nicht? Ist das jetzt rechtsextremes Gedankengut?

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