Boris Romantschenko Gedenken für im Ukraine-Krieg getöteten Buchenwald-Überlebenden

In Weimar wurde am Dienstag des ehemaligen Buchenwald-Häftlings Boris Romantschenko gedacht. Der 96-Jährige war am Freitag durch einen Angriff auf sein Wohnhaus in der Ukraine ums Leben gekommen.

Teilnehmer einer Gedenkstunde für den Buchenwald-Überlebenden Boris Romantschenko stehen vor dessen Foto
Viele Redner gedachten des Getöteten. Auch Norman Heydenreich vom Bündnis "Solidarität für die Ukraine". Bildrechte: dpa

Romantschenko war Vizepräsident des Internationalen Buchenwald-Komitees. Ein Großportrait von ihm ist seit 2020 Bestandteil der Open-Air-Ausstellung "Die Zeugen" im Weimarer Stadtraum. Dort hat auch die Gedenkfeier stattgefunden. Neben vielen Weimarern waren Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke), der Direktor der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wager und die SPD-Landtagsabgeordnete Dorothea Marx gekommen.

Bleibende Erinnerung bewahren

Vor der Gedenkstunde hatte sich Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine in einer Erklärung zum Tod von Boris Romantschenko geäußert. Dieser "zeigt die ganze Ruchlosigkeit und Feigheit dieses Angriffskrieges. Es macht mich sprachlos, dass das Leben eines Menschen, der den Nazi-Terror samt mehreren Konzentrationslagern überlebt hat, im russischen Bombenhagel des Jahres 2022 enden musste", so Kleine.

Boris Romantschenko wurde am 20. Januar 1926 in Bondari bei Sumy in der Ukraine geboren und 1942 nach Dortmund verschleppt. 1943 wurde er ins Konzentrationslager Buchenwald gebracht, später dann nach Peenemünde, ins KZ Mittelbau-Dora bei Nordhausen und das KZ Bergen-Belsen.

MDR (gh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. März 2022 | 19:00 Uhr

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