Polizeieinsatz Hausbesetzung in Weimar

Für einige Stunden hatte Weimar eine Hausbesetzung in einem leerstehenden Gebäude. Die Besetzer wollten auf die Wohnungssituation in der Stadt aufmerksam machen. Nach einigen Stunden und einer Räumungsfrist der Polizei verließen sie das Haus wieder.

Unbekannte haben am Dienstag in Weimar ein leer stehendes Haus besetzt. Nach Angaben der Polizei handelt es sich offenbar um Angehörige der alternativen Szene. Am Morgen seien Transparente an dem Gebäude angebracht worden. Weil sich gegen Mittag eine Kundgebung von Sympathisanten formierte, wurde der Bereich in der Erfurter Straße abgesperrt.

Polizeikette auf der Erfurter Straße in Weimar wegen eines Hausbesetzung.
Polizeieinsatz während der Kundgebung Bildrechte: MDR/Frieder Kraft

Laut Polizei gab es ein Gespräch zwischen Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine und den Hausbesetzern, wobei sie bezahlbaren Wohnraum in der Stadt forderten.. Kurz vor Ablauf einer Frist verließen die sieben Besetzer laut Polizei das Gebäude freiwillig. Gegen sie wurde Anzeige wegen Hausfriedensbruch erstattet, hieß es. Rund 100 Polizeibeamte waren im Einsatz. 

Die alternative Szene hatte über Twitter verlauten lassen, man wolle eine "kleine Utopie" aufbauen, einen Lebensraum, der sich als Solidargemeinschaft verstehe. In dem Haus war einst die Werkstatt des Buchbinders und Bauhaus-Lehrers Otto Dorfner (1885 bis 1955) untergebracht.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa/csr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 30. März 2021 | 15:00 Uhr

Mehr aus der Region Weimar - Apolda - Naumburg

Mehr aus Thüringen