Corona Weimar: Lockerungen möglich - Notbremse könnte ab Donnerstag nicht mehr greifen

Die Corona-Inzidenz in Weimar liegt stabil unter 100. Die Bundesnotbremse greift daher voraussichtlich ab Donnerstag nicht mehr. Dann könnten Geschäfte wieder öffnen und die Ausgangsbeschränkung aufgehoben werden.

Menschen sind bei Regen in der Einkaufsstraߟe unterwegs.
In Weimar liegt die Corona-Inzidenz seit Tagen unter einem Wert von 100. Laut Vorgaben des Bundes können in diesem Fall Lockerungen der Corona-Regeln ergriffen werden. Bildrechte: dpa

Als erste Thüringer Stadt könnte Weimar ab Donnerstag ohne die Auflagen der Bundesnotbremse agieren. Das bedeutet, dass unter bestimmten Bedingungen die Corona-Regeln in der Gastronomie, im Tourismus und in der Freizeit gelockert werden können. Dann würden keine Ausgangsbeschränkungen mehr gelten, der Einzelhandel mit einem anderen Angebot als Waren des täglichen Bedarfs dürfte Kunden einlassen, alle körpernahen Dienstleistungen wären erlaubt.

Test- oder Impfnachweis für Geschäfte nötig

Auch Campingplätze und Vermieter von Ferienwohnungen könnten wieder Gäste empfangen. Die Menschen dürften wieder die Außenbereiche von Cafés und Restaurants besuchen - ohne Test- oder Impfnachweis. Dieser wäre allerdings in Geschäften nötig, die andere Waren als die des täglichen Bedarfs verkaufen.

Zusätzlich zu den ab Donnerstag geltenden Regeln sollen weitere Lockerungen folgen. Das bereits im März in der Stadt durchgeführte Modellprojekt soll in die zweite Runde gehen. "Wir beantragen daher noch in dieser Woche bei der Landesregierung eine zunächst vierzehntägige Öffnung von Museen, Galerien und Gedenkstätten im Innenbereich", sagte Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) am Dienstag. Im Rahmen dessen soll die Außengastronomie ohne Test nutzbar sein. Der Antrag sehe auch weitere Lockerungen bei Sport und Veranstaltungen im Außenbereich, Ausstellungen, Freibädern und touristischen Übernachtungen vor.

Erfurt und Jena könnten nachziehen

Ab Freitag liegen aller Voraussicht nach auch Erfurt und Jena außerhalb der Inzidenzgrenzen der Bundesnotbremse. In Suhl dagegen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag wieder über den Grenzwert 100, dort muss das Zählen der Tage bei einem Absenken erneut beginnen. In Landkreisen und kreisfreien Städten, die an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen eine Inzidenz von 100 unterschreiten, kann die Bundesnotbremse gelockert werden. Wochenenden werden dabei nicht mitgezählt, unterbrechen die Zählung aber auch nicht.

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MDR THÜRINGEN JOURNAL Di 18.05.2021 19:00Uhr 01:40 min

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Korrekturhinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes stand, dass in Weimar Restaurants ihre Innenräume für solche Besucher öffnen könnten, die einen Test oder eine vollständige Impfung nachweisen. Dies ist nicht der Fall. Gastronomie soll ausschließlich im Freien erlaubt werden - dort aber ohne die Pflicht, einen Test oder die Impfung nachzuweisen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 18. Mai 2021 | 11:30 Uhr

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