Corona-Pandemie Modellversuch in Weimar gestartet - Kein Ansturm bei Ladenöffnungen

In Weimar hat am Montag ein dreitägiges Modellprojekt zum Einkaufen unter Corona-Bedingungen begonnen. Einkaufen darf nur, wer einen negativen Corona-Test vorweisen kann. Der Auftakt in den Geschäften war verhalten.

Menschen stehen Schlange vor einem Corona-Testzentrum in Weimar.
Eine Warteschlange vor einem Testzentrum in der Weimarer Innenstadt. Bildrechte: MDR/Sebastian Großert

Der Modellversuch zur Öffnung von Einzelhandel und Museen in der Corona-Krise ist in Weimar nach Angaben der Stadt am Montag ohne allzu großen Andrang gestartet. Oberbürgermeister Peter Kleine zeigte sich am Nachmittag dennoch zufrieden. Die Testzentren hätten die Bewährungsprobe bestanden, sagte er. Bei den Einzelhändlern hieß es, der Auftakt sei verhalten gewesen.

Negativer Corona-Test aus Weimar notwendig

Um in den Geschäften einkaufen zu können, müssen Kunden einen negativen Schnelltest oder einen maximal 48 Stunden alten PCR-Test vorweisen. "Die Schnelltests müssen in einem der städtischen Schnelltestzentren durchgeführt werden", teilte die Stadtverwaltung mit. Am Montag ließen sich ihren Angaben zufolge insgesamt 2.700 Personen testen. Bei sieben von ihnen wurde eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt.

Bei negativem Test gibt es ein amtliches Formular, das in den geöffneten Geschäften als Nachweis gilt. Andere Schnelltests gelten demnach ebenso wenig wie ein Impfnachweis. Mitarbeiter in den Geschäften müssen ebenfalls negativ getestet sein. Die Testzentren öffneten um 07:00 Uhr und die Geschäfte um 10:00 Uhr. In den Läden gelten Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen und die Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Projekt läuft bis Mittwoch

Bis einschließlich Mittwoch soll das Projekt laufen. Dabei dürfen Geschäfte in der Innenstadt sowie Museen und Galerien für drei Tage öffnen. Weimar setzt damit als erste Kommune in Thüringen ein Konzept um, mit dem getestet werden soll, ob solche Öffnungen - verbunden mit Tests und anderen Auflagen - in der Pandemie vertretbar sind.

Geschäfte nutzen Luca-App

Etwa 100 Händler beteiligen sich am Modell-Versuch und öffnen ihre Läden. Dabei darf immer nur eine begrenzte Kundenzahl ins Geschäft. Außerdem müssen die Einkäufer ihre Kontaktdaten hinterlassen. Dazu nutzen einige Geschäfte die Luca-App, bei anderen kommen Stift und Papier zum Einsatz.

Das Modellprojekt der Stadt Weimar ist derzeit das einzige, das vom Thüringer Gesundheitsministerium genehmigt wurde.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn/dr, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 29. März 2021 | 19:00 Uhr

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