Fußgänger- und Radverkehr CDU will zusätzliche Querung der Bahntrasse in Weimar

Die CDU im Weimarer Stadtrat schlägt eine zusätzliche Querung der Bahnstrecke im Norden der Stadt vor. Dazu soll ein Bach-Durchlass unter den Gleisen so umgebaut werden, dass ihn Fußgänger und Radfahrer nutzen können.

Das Gelände eines früheren Güterbahnhofs in Weimar.
Das Gelände eines früheren Güterbahnhofs in Weimar, das zu einem Wohngebiet entwickelt werden soll. Bildrechte: MDR/Sebastian Großert

Konkret geht es um den Ochsentunnel westlich der Straßen-Unterführung Ettersburger Straße, der für Fußgänger und Radfahrer hergerichtet werden könnte. In einer CDU-Anfrage heißt es, die Stadtverwaltung solle den Zustand des Durchlasses erkunden, durch den der Ochsenbach fließt.

Der 137 Meter lange Tunnel unter den Bahnschienen ist über drei Meter breit und fast ebenso hoch. Laut CDU ist durch den Tunnel früher Vieh zur Viehauktionshalle getrieben worden. Die Portale sind zugemauert, der Zugang zum Bachlauf derzeit nur über Gullydeckel und Schächte möglich.

Neues Wohnviertel geplant

Nördlich der Bahntrasse endet der Durchlass auf dem Gelände des stillgelegten Güterbahnhofs in Weimar. Dieses Gelände will die Stadt zu einem Wohnstandort entwickeln. Dafür sind auch neue Fuß- und Radwegverbindungen in die Innenstadt vorgesehen.

In der bestehenden Straßenunterführung Ettersburger Straße westlich des Bahnhofs Weimar ist nicht genug Platz für Radwege oder Radspuren. Nach Ansicht der CDU wäre ein Umbau des Ochsentunnels finanziell wesentlich günstiger als ein weiterer Tunnel oder eine neue Brücke zur Querung. Offen ist, ob bei einem solchen Umbau der Lauf des Ochsenbachs verlegt werden müsste. Möglicherweise wäre ein neuer, kleinerer Durchlass nötig.

Blick auf einen Tunnel in Weimar, durch den mehrere Autos fahren
Nur wenig Platz: Straßen-Unterführung Ettersburger Straße in Weimar. Bildrechte: MDR/ Grit Hasselmann

Quelle: MDR THÜRINGEN/cfr/seg

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | Regionalnachrichten Mittelthüringen | 23. Juli 2021 | 18:30 Uhr

6 Kommentare

MDR-Team vor 9 Wochen

Falls Sie die Eiserne Brücke meinen: die würde für die Bewohner des neuen Wohngebiets einen Umweg von 3 Kilometern auf dem Weg in die Innenstadt bedeuten.

MDR-Team vor 9 Wochen

Weder bei Google Maps noch in der realen Welt haben wir den Tunnel finden können. Wir gehen davon aus, dass die Portale schon vor mehreren Jahrzehnten zugemauert und mit Erdreich bedeckt wurden. Das Südportal soll sich an der Kreuzung Döllstädtstraße/Florian-Geyer-Straße in Weimar befinden. Dort ist aktuell nur ein zugewucherter Damm zu sehen. Eine Karte des geplanten Wohngebiets finden Sie im Rathauskurier der Stadt Weimar 15/2020 auf Seite 10816: https://stadt.weimar.de/fileadmin/redaktion/Aktuell/rathauskurier/2020/Rathauskurier-15-20-web.pdf

Thueringer Original vor 9 Wochen

Das zu prüfen finde ich sehr vernünftig. Schlecht am Artikel finde ich, dass der MDR uns im unklaren lässt, so das genau sein soll. Bei Google Maps den Ochsentunnel nicht. Ggf. eine Karte des geplanten Wohngebietes hätte man schon dem Artikel beifügen können.

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