Tradition Weimarer Zwiebelmarkt wird unter Vorbehalt geplant

Weimars Zwiebelmarkt soll im Oktober wieder Besucher empfangen - coronabedingt erneut im kleineren Rahmen. Und die Stadt bereitet Besucher darauf vor, bei steigenden Coronazahlen Schutzregeln einhalten zu müssen.

Verkaufsstand mit Zwiebelzöpfen auf dem Zwiebelmarkt in Weimar
Im letzten Jahr kamen 75.000 Besucher zum Weimarer Zwiebelmarkt - Händler und Besucher mussten Maske tragen. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner

Weimar plant seinen 368. Zwiebelmarkt am zweiten Oktoberwochenende unter Vorbehalt. Die Stadtverwaltung erklärte am Dienstag, eventuelle Corona-Infektionsschutzregeln könnten erst zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden, wenn gesetzliche Vorgaben dazu bekannt sind. Vom 8. bis 10. Oktober soll wieder das jahrhundertealte Handwerk der Heldrunger Zwiebelbauern im Mittelpunkt stehen. Sie werden an rund 50 Ständen ihre kunstvoll geflochtenen Zwiebelzöpfe sowie Kräutersträuße, Gemüse und Obst verkaufen.

Weimarer Zwiebelmarkt 2016
Die berühmten Heldrunger Zwiebelzöpfe. Bildrechte: MDR/Conny Mauroner

Außerdem sollen ortsansässige Händler und Gastronomen sowie Anbieter von kunsthandwerklichen Produkten vertreten sein. Die Zahl der sonst üblichen 600 bis 700 Stände werde allerdings auf 200 bis 250 reduziert. Auch bleibe das Marktgebiet auf die Innenstadt begrenzt. Geplant sei in diesem Jahr allerdings wieder ein Bühnenprogramm.

Der Zwiebelmarkt in der Klassikerstadt ist Thüringens ältestes und überregional bekanntestes Stadt- und Marktfest. Im vergangenen Jahr besuchten rund 75.000 Menschen den Zwiebelmarkt; Mund-Nase-Bedeckungen waren Pflicht. Vor Corona zählte der Zwiebelmarkt etwa 320.000 Gäste.

Quelle: MDR THÜRINGEN/dpa/cf

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 20. Juli 2021 | 16:00 Uhr

2 Kommentare

part vor 8 Wochen

Zwiebeln wirken bekanntlich antiviral und antibakteriell, das setzt aber voraus, das genug Zwiebeln verzehrt werden, was jedoch bei dem Massenauflauf nicht garantiert wird. Der Verzehr einer rohen Zwiebel könnte jedoch als Eintrittskarte geltend gemacht werden durch die Stadtverwaltung und Veranstalter.

Critica vor 8 Wochen

Wenn dann endlich die allerletzte "Kultur" gestorben ist, dann, ja dann hört Corona endlich auf.

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