MDR THÜRINGEN MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 08:30 Uhr


Hirte kritisiert Vorgehen des CDU-Bundesvorstands

Der Vorsitzende der Thüringer CDU, Christian Hirte, hält die Entscheidung für CDU-Chef Armin Laschet als Kanzlerkandidat für endgültig. Der Bundesvorstand sei das geeignete Gremium, um eine solche Entscheidung zu treffen, sagte er MDR THÜRINGEN. Gleichzeitig kritisierte er das Vorgehen des Bundesvorstands. An der Basis habe es eine klare Präferenz für Markus Söder gegeben. Auch bei den konservativen Wählern in Thüringen sei der CSU-Chef besser angekommen. Es wäre besser gewesen, wenn der Vorstand dem mehrheitlichen Willen der Basis nachgekommen wäre und Markus Söder zum Kanzlerkandidaten gemacht hätte, so Hirte. Er selbst habe im Bundesvorstand für eine gemeinsame Linie mit der Basis geworben. Die Basis nun nachträglich zu überzeugen, sei mühsam. Armin Laschet werde Schwierigkeiten haben, dort akzeptiert zu werden. Christian Hirte geht davon aus, dass Söder die Entscheidung des Vorstands akzeptiert. Damit würden seiner Ansicht nach weitere Diskussionen in der Fraktion überflüssig. Für die Wahl in Thüringen sieht Hirte eine spannende inhaltliche Auseinandersetzung der CDU mit den Grünen. Seine Partei werde für eine "nachhaltige soziale Marktwirtschaft, Chancengerechtigkeit und Ordnung" streiten, statt für "unkontrollierte Einwanderung oder das Rumschwurbeln mit Gendersprache", so der Thüringer CDU-Vorsitzende. Das sei unabhängig davon, wer der jeweilige Spitzenkandidat sei.


Kreis Sonneberg verschärft Corona-Regeln

Der Landkreis Sonneberg verschärft wegen hoher Infektionszahlen die Corona-Regeln. Ab Mittwoch findet nur noch für Abschlussklassen Unterricht in den Schulen statt. Laut Landratsamt haben sich im Vergleich zur Gesamtbevölkerung Schüler deutlich häufiger angesteckt. Parallel dazu steigen auch die Infektionen in den Familien. Thüringenweit sind seit Ende der Osterferien 375 Schüler positiv auf Corona getestet worden. Das waren laut Bildungsministerium 0,2 Prozent aller getesteten Schüler. Beim Schulpersonal war 0,1 Prozent positiv.


Hasse besteht auf Datenschutz bei Corona-Tests an Schulen

Der Thüringer Datenschutzbeauftragte Lutz Hasse besteht auf den Datenschutz-Regeln für die Corona-Tests an Schulen. Hasse erklärte, die Eltern müssten zuerst zustimmen, damit bei den Selbsttests die Daten der Schüler erhoben werden können. Dafür habe er die entsprechenden Formulare bereitgestellt. Das Bildungsministerium sieht das anders und hält es für nicht notwendig, dass die Eltern zustimmen müssen. Der Thüringer Lehrerverband sprach sich dafür aus, nicht mehr im Klassenzimmer zu testen, sondern schon vor dem Betreten der Schule.


Tödlicher Arbeitsunfall in Jena

Bei einem Arbeitsunfall in Jena ist ein 56 Jahre alter Mann ums Leben gekommen. Wie ein Polizeisprecher MDR THÜRINGEN sagte, war der Mann im Stadtteil Wenigenjena auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses im Einsatz. Er verlor aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Geschehen und stürzte in die Tiefe. Nach Angaben der Berufsfeuerwehr erlag der Mann noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Zum genauen Unfallhergang wird noch ermittelt.


Unterschiedliche Reaktionen auf Baerbock-Kandidatur

Die Kanzler-Kandidatur der Grünen-Politikerin Annalena Baerbock stößt in Thüringen auf unterschiedliche Reaktionen. CDU-Landeschef Christian Hirte sagte MDR THÜRINGEN, er gratuliere Baerbock für die geräuschlose Nominierung. Er freue sich auf einen Wettstreit um die beste Politik. AfD-Landessprecher Torben Braga teilte mit, die AfD-Bundesspitze konzentriere sich auf Häme für Baerbock. Gleichzeitig verzögere sich die Wahl eines eigenen Spitzenkandidaten. Linke-Fraktionschef Steffen Dittes hält es für entscheidend, ob die Grünen für einen Politikwechsel mit Rot-Rot-Grün auf Bundesebene bereit seien. SPD-Landeschef Georg Maier sagte, es gebe Anknüpfungspunkte von SPD und Grünen im Bund. Vom Verband der Wirtschaft Thüringens hieß es, ökologisches Handeln müsse auch finanzierbar sein.


Weniger politisch motivierte Kriminalität in Thüringen

In Thüringen hat es vergangenes Jahr weniger politisch motivierte Straftaten gegeben. Nach Angaben des Thüringer Innenministeriums wurden rund 2.100 Fälle gezählt, das waren knapp 400 weniger als ein Jahr davor. Weniger als die Hälfte wurde aufgeklärt. 91 Täter kamen aus dem rechten, 19 aus dem linken Milieu. Die Zahl antisemitischer Straftaten hat deutlich zugenommen. Die Liberalen im Landtag zeigen sich angesichts der Zahlen besorgt. Die Hemmschwelle, auch schwere Straftaten zu begehen, werde immer niedriger.


150.000 Euro Schaden in Sondershäuser Solarpark

Im Solarpark Jecha in Sonderhausen haben Diebe 150.000 Euro Schaden hinterlassen. Wie die Polizei mitteilte, drangen sie auf das Gelände ein und bauten zahlreiche Wechselrichter ab. 20 davon nahmen sie mit. Erst vor wenigen Tagen hatten Diebe an einer Solaranlage in Weißensee im Kreis Sömmerda einen Schaden von mehr als 210.000 Euro angerichtet. Auch dort hatten sie es auf Wechselrichter abgesehen. Mit den Geräten wird der Gleichstrom aus den Solaranlagen in Wechselstrom umgewandelt.


Möglicherweise Wolf mitten in Meilitz gesichtet

In Meilitz im Landkreis Greiz ist möglicherweise ein Wolf gesichtet worden. Im Internet tauchten dazu ein Foto und ein Video auf. Sie zeigen, wie der Wolf durch den Ort läuft. Der Polizei Gera ist das Video nach eigenen Angaben bekannt. Eine Anzeige ist dort aber nicht eingegangen, wie eine Polizeisprecherin MDR THÜRINGEN sagte. Bürgermeister Marco Geelhaar sagte, das Land überprüfe den Sachverhalt. Im Landratsamt Greiz hieß es, Experten müssten bestätigen, ob es sich tatsächlich um einen Wolf handele. Im Umweltamt gehe man aber davon aus. Möglicherweise sei das Tier auf der Suche nach einem neuen Revier.


Thüringer Fußball: Wettkampf-Saison wird abgebrochen und annulliert

Die Punktspiel-Saison im Thüringer Amateur-Fußball wird abgebrochen, annulliert und nicht gewertet. Das beschloss der Vorstand des Landes-Fußball-Verbands TFV und folgte damit den Anträgen mehrerer Ausschüsse. Das Finale im Landespokal sollen die Regionalligsten Carl Zeiss Jena und ZFC Meuselwitz austragen. Alle anderen Clubs im Wettbewerb werden mit 2.000 Euro entschädigt.

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