MDR THÜRINGEN MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 05:30 Uhr

18. Mai 2024, 05:36 Uhr


Rechtsextremismus an Schulen verunsichert Lehrer

In Thüringen sehen sich immer mehr Lehrerinnen und Lehrer mit rechtsextremistisch motivierter Gewalt in der Schule konfrontiert. Laut einer Umfrage des Thüringer Lehrerverbandes gaben 40 Prozent der teilnehmenden Pädagogen an, sie hätten mitbekommen, wie Kolleginnen und Kollegen, aber auch Kinder und Jugendliche rassistisch beleidigt und diskriminiert wurden. Als eine Ursache sehen sie unter anderem vorgefertigte Feindbilder bei Eltern und die Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik. Die Lehrergewerkschaft GEW fordert mehr Fortbildungen, damit verunsicherte Lehrer besser mit Beleidigungen umgehen und rechtsextreme Symbole erkennen können.


Mehr Standortschließungen bei Autozulieferern

In Thüringen haben seit Jahresanfang insgesamt acht Automobilzulieferer aufgegeben. Das habe es in dieser Dichte noch nie gegeben, sagte Rico Chmelik von der Branchenvereinigung Automotive Thüringen. Über 2.000 Arbeitsplätze seien davon betroffen. In der Branche herrscht nach Angaben des Verbandes große Unzufriedenheit mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Allerdings gehe es der Branche nicht durchgehend schlecht. Es gebe viele Unternehmen, die florieren und investieren vor allem in der Region um Arnstadt, Erfurt, Weimar und Jena.


Thüringer Campingplätze so gut wie ausgebucht

In Thüringen sind die meisten Campingplätze über Pfingsten ausgebucht. Nach einer Umfrage von MDR THÜRINGEN haben nur noch Zelt-Camper Chancen auf kurzfristige Übernachtungsplätze, möglicherweise auf dem Campingplatz Saaltal-Alter an der Hohenwarte. Für Wohnmobile gibt es eventuell noch Plätze, wenn sie ohne Strom auskommen. Bis gestern gab es etwa auf dem Campingplatz am Strandbad in Breitungen noch zwei freie Plätze. Ferienhäuser, Schäferwagen und Kuschelnester sind dagegen überall ausgebucht.


Thüringer Zoos machen steigende Kosten zu schaffen

Thüringer Zoos machen steigende Kosten zu schaffen. Während der Betrieb immer teurer wird, wollen viele Tierparks ihre Eintrittspreise nicht weiter erhöhen. Nötige Sanierungen werden dafür zum Teil verschoben. Besonders betroffen sind Einrichtungen, die nicht von öffentlicher Hand mitfinanziert werden. Christopher Schmidt von Alternativen Bärenpark Worbis sagte, die gesamten Kosten würden nicht im Entferntesten auf den Eintritt umgelagert werden. Besonders teuer seien Futter, Wasser und Strom geworden. Vieles werde im Ehrenamt gestemmt. Ähnliche Stimmen kommen aus der Falknerei Kranichfeld, dem Wildkatzendorf Hütscheroda oder dem Meeresaquarium Zella-Mehlis.


Weiter Engpässe bei Medikamenten

In den Thüringer Apotheken fehlen nach wie vor Medikamente. Nach Angaben des Landes-Apothekerverbandes sind aktuell vor allem Osteoporose- und Asthma-Mittel betroffen. Zwar könnten die Kunden noch versorgt werden, man müsse aber vermehrt auf andere Wirkstoffe ausweichen, hieß es. Eine Ursache sei, dass es zu wenige große Produzenten gebe.


Starke Polizeipräsenz vor Klinikum: Verurteilter Attentäter zur Behandlung

Zahlreiche Polizisten vor dem Helios-Klinikum in Erfurt haben heute für Aufsehen gesorgt. Nach Polizeiangaben begleiteten die Beamten einen Strafgefangenen zu einer medizinischen Behandlung in das Krankenhaus. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN soll es sich um den Attentäter von Halle handeln. Er hatte am 9. Oktober 2019 versucht, mit Waffengewalt in die dortige Synagoge einzudringen. Als ihm das nicht gelang, erschoss er zwei Passanten und verletzte zwei weitere. Er wurde deswegen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Während er im Gefängnis Burg in Sachsen-Anhalt einsaß, gelang ihm zwischenzeitlich die Flucht. Zur Zeit sitzt der Halle-Attentäter im Gefängnis Tonna ein.


Taxifahrer bewahrt 95-Jährigen vor Geldbetrug

Ein Taxifahrer hat einen 95-Jährigen aus Zella-Mehlis vor einem großen Betrug bewahrt. Der Mann wäre nach Polizeiangaben fast Opfer des sogenannten Telefontricks geworden. Betrüger hatten sich bei ihm am Telefon als Polizisten ausgegeben und erzählt, sein Sohn habe einen Unfall verursacht. Er brauche nun 27.000 Euro Kaution, um wieder freizukommen. Der 95-Jährige fuhr mit einem Taxi zur Bank und erzählte während der Fahrt davon. Der Taxifahrer konnte ihn schließlich überzeugen, dass es sich um einen Betrug handelte.

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