MDR THÜRINGEN MDR THÜRINGEN - Nachrichten um 15:30 Uhr


Krankenhäuser fürchten um 2.000 Betten

Die Thüringer Krankenhäuser befürchten mit Beginn der Impfpflicht im Gesundheitswesen einen Wegfall von bis zu 2.000 Betten. Wie die Landeskrankenhausgesellschaft mitteilte, sind derzeit 17 Prozent der Krankenhausmitarbeiter weder geimpft noch genesen. Bei einem Beschäftigungsverbot für diese Beschäftigten ab Mitte März könnten laut Krankenhausgesellschaft kurzfristig 1.918 Betten nicht betrieben werden. Der Verband appelliert an Gesundheitsministerin Heike Werner, auf Beschäftigungsverbote zu verzichten. Die volle Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser stehe in Frage.


Erneut Erleichterungen für Schulprüfungen geplant

Die Landesregierung will abgehenden Schülern wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr die Abschlussprüfungen erleichtern. Wie das Bildungsministerium mitteilte, soll es für Realschulabschluss, Abitur und für den qualifizierten Hauptschulabschluss mehr Wahlmöglichkeiten geben. Minister Helmut Holter sagte, die Kultusminister von Bund und Ländern seien sich einig, dass die Schüler keine pandemiebedingten Nachteile haben sollten. Die Länder wollen Holter zufolge Abschlüsse und Abschlussprüfungen gegenseitig als gleichwertig anerkennen. Außerdem sei geplant, dass bis zur achten Klasse kein Schüler das Schuljahr wiederholen muss, es sei denn freiwillig.


Wenig Bußgelder trotz vieler Verfahren

Wegen Verstößen gegen Corona-Regeln bei Demonstrationen haben die zuständigen Landkreise und Städte bisher nur wenige Bußgelder verhängt. Eine Stichprobe von MDR THÜRINGEN ergab nicht mehr als eine Handvoll Bußgeldbescheide. Allerdings hat die Landespolizeidirektion zwischen Dezember und Januar mehrere tausend Ordnungswidrigkeitsverfahren nach Demonstrationen eröffnet. Viele Regelverstöße und damit Ordnungswidrigkeiten müssen die Behörden den Angaben zufolge noch aufarbeiten. Auch die Höhe der zu verhängenden Bußgelder sei nicht immer eindeutig.


SchneeApp mit neuen Funktionen

Der Regionalverbund Thüringer Wald hat seine SchneeApp für Mobil-Telefone überarbeitet. Wie ein Sprecher sagte, können die Nutzer nun auch den genauen Verlauf von Langlauf-Loipen abrufen. Auch Winterparkplätze werden angezeigt. Die SchneeApp Thüringer Wald gibt es seit 2013. Sie liefert Informationen zu Schneehöhen und Wintersportbedingungen in der Region. An guten Wintertagen wird sie im Schnitt 3.000 Mal genutzt.


Auch 2021 weniger Infektionskrankheiten - abgesehen von Covid19

Abgesehen von Corona haben es die Thüringer im vergangenen Jahr mit weniger Infektionskrankheiten zu tun gehabt. Laut Techniker Krankenkasse gab es etwa fast keine Grippefälle und 60 Prozent weniger Norovirus-Infektionen. Auch bei Keuchhusten und Windpocken lagen die Zahlen nur bei einem Bruchteil des langjährigen Durchschnitts. Die TK geht davon aus, dass die corona-bedingten Hygienevorgaben und die verringerten Kontakte die Hauptgründe für den Rückgang sind.


Städte für transparentere Corona-Regeln

Die Thüringer Städte und Landkreise haben transparentere Regeln im Umgang mit der Pandemie gefordert. Sowohl der Bund als auch das Land kommunizierten Auflagen, die teilweise widersprüchlich und schwer nachvollziehbar seien, sagte der Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebunds, Ralf Rusch. In einer Videoschalte hatte Gesundheitsministerin Heike Werner am Donnerstag die Landräte und Oberbürgermeister über die neue Corona-Verordnung informiert, die ab Sonntag gilt. Dabei räumte sie Mängel in der Kommunikation ein, machte dafür aber vor allem den Bund verantwortlich. Als Beispiel nannte sie etwa die überraschende Empfehlung des RKI, den Zeitraum für den Genesenenstatus zu verkürzen. In der neuen Verordnung werden die bestehenden Regeln im Wesentlichen fortgeschrieben. Die Quarantäne-Zeiträume sollen angepasst, die Personen-Obergrenze für Demonstrationen gestrichen werden. Die Verordnung soll zunächst für drei Wochen gelten.


Landwirtschaftsbilanz: 2021 war überdurchschnittlich feucht

Das Jahr 2021 ist in Thüringen überdurchschnittlich feucht gewesen. Wie das Landesamt für Landwirtschaft und ländlichen Raum mitteilte, lag die Niederschlagsmenge nach drei trockenen Jahren im Vergleich zum langjährigen Mittelwert bei 110 Prozent. Im August habe die Nässe Probleme bereitet, da die Felder schlecht trockneten. Folge war laut Landesamt eine spätere Ernte und in vielen Fällen war das eingefahrene Getreide noch nicht abgetrocknet. Positiv wirkte sich die Feuchtigkeit auf Zuckerrüben, Mais und anderen Futterpflanzen aus.


Heizleitung in Suhler Wohnblock repariert

Nach einer Havarie an einer Heizleitung in einem Suhler Wohnblock ist der Schaden repariert. Wie ein Sprecher der Stadtwerke Suhl/Zella-Mehlis sagte, konnte das Leck in der Leitung geschweißt und abgedichtet werden. Die rund 100 betroffenen Wohnungen werden wieder geheizt. Das Schaden war offenbar durch eingetretenes Wasser entstanden. Weil große Mengen Wasserdampf entwichen, waren Polizei und Feuerwehr am Vormittag zunächst von einem Brand ausgegangen.

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