Es bleibt bei Vorhaben für Südlink und Südostlink Netzplan sieht nicht noch mehr Stromtrassen für Thüringen vor

Hochspannungsleitungen transportieren Strom von Nord nach Süd durch das Transitland Thüringen. Über die bestehende und geplanten Trassen hinaus sollen nun aber nicht noch mehr hinzukommen.

Sromleitungen im Gegenlich der Sonne sind auf einem Feld.
Pläne für Hochspannungsleitungen durch Thüringen waren und sind umstritten. Derzeit sind zwei Trassen in Planung. Bildrechte: imago/Manngold

Durch Thüringen sind nach Angaben der Landesregierung nicht noch mehr Stromtrassen als Südostlink und Südlink geplant. Das gehe aus dem Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur bis 2035 hervor, teilte Infrastrukturministerin Susanna Karawanskij (Linke) mit.

Bei der umstrittenen Südlink-Trasse warte der Freistaat das Ende des Planfeststellungsverfahrens ab. Sollte sie durch Westthüringen verlaufen, behalte sich der Freistaat eine Klage vor. "Es ist erfreulich, dass Thüringen von keinen neuen Höchstspannungsleitungen betroffen sein wird. Das heißt, dass für unseren Freistaat über die bereits im Bundesbedarfsplangesetz ausgewiesenen Projekte hinaus keine weiteren Vorhaben bestätigt wurden", erklärte Karawanskij. Thüringen leiste seinen Beitrag zur Energiewende, dürfe aber nicht übermäßig belastet werden. Nach Ministeriumsangaben hat im Landesentwicklungsprogramm die Ertüchtigung vorhandener Leitungen Vorrang vor einem Neubau, um Beeinträchtigungen zu vermeiden.

Quelle: dpa/MDR(csr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. Januar 2022 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

Ralf G vor 16 Wochen

Na warten wir's mal ab mit dem Versprechen keiner weiteren Trassen. Noch hat Habeck nicht zugeschlagen. Die werden bei der angedrohten Masse an Windrädern das kleinere Übel sein.

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