Unterschriftenaktion Eltern protestieren: Schulbesuch über Landesgrenze deutlich schwerer

Nach einer Änderung des Schulgesetzes können Eichsfelder Eltern ihre Kinder nicht mehr ins niedersächsische Duderstadt zur Schule senden. Jetzt starten Eltern eine Unterschriftenaktion, die CDU greift im Landtag das Thema auf.

Im Eichsfeld haben Eltern am Dienstag eine Unterschriftenaktion für einen Schulbesuch ihrer Kinder im niedersächsischen Duderstadt gestartet. Sie wollen damit erreichen, dass ihre Kinder dort wie bisher das Gymnasium besuchen dürfen.

Offener Brief an Ramelow geplant

Nach dem neuen Thüringer Schulgesetz ist das jedoch deutlich schwerer. Danach sollen Grenzgänge nur dann erlaubt sein, wenn "zwingende persönliche Gründe" vorliegen. Über die Anträge entscheidet das zuständige Schulamt.

Wie Elternsprecher Michael Dransfeld MDR THÜRINGEN sagte, soll bei einer Versammlung in Brehme ein offener Brief an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) von betroffenen Eltern unterschrieben werden. Für Familien aus dem Obereichsfeld ist derzeit unklar, ob sie ihre Kinder auf das Gymnasium ins niedersächsische Duderstadt schicken dürfen.

Schulbesuch außerhalb Thüringens deutlich schwerer

Im August 2021 trat eine Schulgesetzänderung in Kraft, die es Kindern aus Thüringen deutlich schwerer macht, eine Schule außerhalb des Freistaates zu besuchen.

Nach Angaben des CDU-Landtagsabgeordnete Thadäus König gibt es die Probleme auch mit Hessen und Bayern. Er will das Thema am Dienstag im Bildungsausschuss ansprechen.

MDR (Kung/rom)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. Juni 2022 | 13:00 Uhr

12 Kommentare

Eulenspiegel vor 3 Wochen

Hallo knarf
Sie wollen mir also allen ernstes klar machen das es im Umkreis der Arbeitsstelle die ja 100 Kilometer vom Wohnort entfernt ist keine Wohnungen gibt. Es ist und es bleibt gerade in der heutigen Zeit ein Luxus. Denn dieses Pendeln kostet nun mal unnötig viel Zeit, Geld, Energie und Natur.

knarf2 vor 3 Wochen

Eulenspiegel:Scheint als verwechseln Sie da etwas.Manche Leute sind wirklich wegen Arbeitslosigkeit gezwungen wirklich gezwungen 100km und und mehr zu fahren.Wie Sie auf Luxus und Förderung kommen ist mir ein Rätsel!

Eulenspiegel vor 3 Wochen

Also ich denke 100 Kilometer Distanz zwischen Wohnort und Arbeitsstätte das ist ein Luxus den sich manche Leute leisten. Ein Luxus der viel Zeit, Energie, Geld und Umwelt kostet. Das muss nicht gefördert werden.

Mehr aus der Region Nordhausen - Heiligenstadt - Mühlhausen

Mehr aus Thüringen