Pandemie Hotspot-Region Eichsfeld - neue Corona-Regeln in Kraft

Im Eichsfeld sind seit Montag strengere Corona-Regeln in Kraft. Wie das Land Thüringen auf seiner Internetseite mitteilte, gilt im Landkreis unter anderem wieder 2G in Gaststätten und eine Sperrstunde ab 24 Uhr.

Während seit Freitag landesweit wieder ohne 3G-Beschränkungen geshoppt werden kann, müssen die Menschen im Eichsfeld seit Montag teils strengere Corona-Maßnahmen beachten.

Der Landkreis gilt seit Samstag wegen der regional hohen Fall- und Hospitalisierungszahlen als "Hotspot-Region 3+" laut Thüringer Frühwarnsystem. Das ist landesweit derzeit die am höchsten eingestufte Region. In dem Landkreis liegt die Corona-Inzidenz seit mehr als drei Tagen über dem als kritisch definierten Wert von 1.500 und lag am Samstag bei 1.575,5.

Außerdem liegt die regionale Hospitalisierungsinzidenz seit drei Tagen höher als 12,0. Am Samstag betrug die Zahl der wöchentlichen Klinikaufnahmen je 100.000 Einwohner dort 18,1.

Schärfere Regeln für Gastronomie und Veranstaltungen

Damit gilt dort seit Montag unter anderem wieder 2G in Gaststätten - nur gegen Corona geimpfte oder davon genesene Personen haben Zutritt. Außerdem gilt eine Sperrstunde ab 24 Uhr sowie eine Reduzierung der Personenzahl bei Veranstaltungen. Bei öffentlichen Veranstaltungen im geschlossenen Raum liegt die Obergrenze nun bei 100 und im Freien bei 200. Private Feiern sind mit maximal 30 Gästen im Innenbereich und 50 Gästen im Freien erlaubt.

Einzelhandel spürt noch keine Effekte

Landesweit - auch im Eichsfeld - weggefallen sind hingegen seit Freitag die 3G-Zugangsbeschränkungen im Einzelhandel. Seither kann wieder überall im Freistaat ohne Test, Impf- oder Genesenennachweis geshoppt werden.

Nach Einschätzung mehrerer Einkaufszentren führte das jedoch zunächst nicht zu einem Kundenansturm. "Viele Leute wussten das noch gar nicht. Es wird Tage und Wochen dauern, dass sich der Effekt auch einstellt", sagte etwa der Centermanager der Goethe Galerie in Jena, Michael Holz. Ähnliches berichteten der Thüringenpark in Erfurt, die Gera Arcaden oder das Einkaufszentrum Moses in Gotha.

Weitere Lockerungen geplant

In der kommenden Woche sollen in Thüringen weitere Lockerungen erfolgen. Mit dem Auslaufen der sogenannten epidemischen Lage im Freistaat sollen ab Freitag etwa Diskotheken oder Freizeitparks wieder öffnen können. Das pauschale Verbot von Volks-, Dorf-, Stadt-, Schützen- oder Weinfesten sowie Frühlingsmärkten und Festivals entfällt. Auch Demonstrationen müssen künftig nicht mehr ortsfest sein. Zum 1. März soll dann eine neue Verordnung mit weiteren Erleichterungen kommen.

MDR (gh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 19. Februar 2022 | 18:00 Uhr

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