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Die 21-Jährige wurde vom Amtsgericht Mühlhausen bereits vor drei Wochen zu einer Geldstrafe verurteilt. Bildrechte: dpa

JustizDrohbriefe verschickt: Thüringer Erzieherin erneut zu Geldstrafe verurteilt

von MDR THÜRINGEN

Stand: 04. Oktober 2022, 13:31 Uhr

Eine 21-jährige Erzieherin ist zum zweiten Mal wegen versuchter Nötigung verurteilt worden. Sie hatte in einem Drohbrief an einen Mitarbeiter des Schulamtes Worbis ein Ende der Masken- und Testpflicht an Schulen gefordert. Bereits vor drei Wochen wurde sie wegen eines Drohbriefs an einen Polizisten zu einer Geldstrafe verurteilt.

Das Amtsgericht Mühlhausen hat am Dienstag eine 21-Jährige aus dem Unstrut-Hainich-Kreis zum zweiten Mal wegen versuchter Nötigung verurteilt. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN soll die Angeklagte 1.050 Euro zahlen. Laut Urteil hatte sie im vergangenen Jahr Mitarbeiter des Schulamtes Worbis schriftlich aufgefordert, die Masken- und Testpflicht an Schulen einzustellen.

Schulamtsleiter sollte 100 Millionen Euro zahlen

In den Schreiben forderte sie den Schulamtsleiter und eine Mitarbeiterin auf, 100 beziehungsweise 70 Millionen Euro auf ein Konto in Malta zu überweisen. In dem in der Reichsbürgerszene üblichen Schreiben wurde unter anderem mit einem Eintrag ins internationale Schuldnerverzeichnis gedroht.

Bereits vor drei Wochen war die 21-Jährige zu 750 Euro Strafe wegen eines vergleichbaren Sachverhalts verurteilt worden. Sie hatte im Zusammenhang mit den Montagsdemonstrationen Briefe an die Polizei Nordhausen geschickt.

Beide Urteile beschäftigten nun die Berufungskammern des Landgerichtes Mühlhausen, kündigte ihr Verteidiger noch am Dienstag an. Er hatte in beiden Prozessen Freispruch beantragt.

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MDR (cg,jn)

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 04. Oktober 2022 | 13:30 Uhr