Eichsfeld 5.000 Bäume: Abgestorbener Wald bei Dingelstädt soll aufgeforstet werden

In 15 bis 20 Jahren soll in der Landgemeinde Dingelstädt im Eichsfeld wieder ein Wald zu sehen sein. Dafür werden rund 5.000 neue Bäume gepflanzt. Aus insgesamt 14 Baumarten soll ein Mischwald entstehen. Unter anderem aus Wildkirsche, Berg-, Feld- und Spitzahorn, Schwarznuss und Weißtanne.

Zwei Männer stehen auf einem Acker
Ortsbürgermeister Siegfried Fahrig (links) und Revierförster Ulrich Breitenstein stehen auf einer von einem Bagger geräumten Fläche. Bildrechte: Claudia Götze

Die Landgemeinde Dingelstädt im Eichsfeld hat mit dem Aufforsten von mehr als vier Hektar Kommunalwald begonnen. Wie Revierförster Ulrich Breitenstein MDR THÜRINGEN sagte, sind die Schadflächen am Pfingstrasen bereits von Baggern geräumt worden. Bis zum Wochenende folgen die Flächen in Kreuzebra. Bisher standen dort vor allem Fichten. Die Bäume aus den 1980er-Jahren waren durch Trockenheit und Borkenkäfer in den vergangenen beiden Jahren komplett vernichtet worden. Das Schadholz konnte auch nicht verkauft werden.

Anfang dieser Woche haben Arbeiter damit begonnen, die Flächen einzuzäunen. Aus 14 Baumarten soll am Pfingstrasen in der Nähe des Kanonenbahnradwegs ein Mischwald entstehen. Aufgeforstet werden soll unter anderem mit Wildkirsche, Berg-, Feld- und Spitzahorn, Schwarznuss und Weißtanne. Diese wurden bereits geliefert. Weil in den Baumschulen derzeit aber eine große Nachfrage herrscht, müssen für den Kommunalwald in Kreuzebraauch andere Baumarten gepflanzt werden.

Schwarzkiefer, Grauerle und Bergulme seien nicht mehr lieferbar, sagt Breitenstein. Insgesamt 5.000 neue Bäume sollen gepflanzt werden. Die Landgemeinde erhält 44.000 Euro Fördermittel vom Land. Weitere 16.000 Euro kommen als Eigenanteil aus dem Stadthaushalt.

Pflanzen müssen vor Wildverbiss geschützt werden

Mit Baggern werden derzeit die Waldflächen geräumt und für die Aufforstung vorbereitet. Seit anderthalb Jahren werden in Nordthüringer Forstämtern dazu Baumaschinen genutzt. "Wir sehen die Baumaschinen gern im Wald. Bisher kannten wir sie nur für die Wegeinstandsetzung- und den Wegebau", sagt Revierförster Ulrich Breitenstein. Um die Flächen per Hand zu räumen, fehlt das Personal.

Ein Bagger in einer Wiese
Ein Bagger räumt die Flächen und bereitet sie für die Aufforstung vor. Bildrechte: Claudia Götze

Die jungen Pflanzen müssen vor allem vor Wildverbiss geschützt werden. Dafür werden Zäune rund um die aufgeforsteten Flächen gesetzt und die Zäune müssen regelmäßig kontrolliert werden. Außerdem müssen im Herbst die Mäuse bekämpft werden.

Der neue Mischwald ist wegen der vielen Baumarten sehr anspruchsvoll. Erst in 15 bis 20 Jahren wird wieder ein Wald zu sehen sein.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Regionalnachrichten | 07. April 2021 | 14:30 Uhr

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