Staatsanwaltschaft Leinefelde-Worbis: Unternehmer nach Droh-Mails an Bürgermeister angeklagt

Es geht um versuchte Nötigung und Beleidigung: Ein 47-jähriger Geschäftsmann soll E-Mails mit Drohinhalten an den Bürgermeister von Leinefelde-Worbis geschickt haben. Anhand der IP-Adresse kamen die Behörden dem Absender auf die Schliche.

Hände auf Computertastatur
Vermeintlich anonyme E-Mails eines Geschäftsmanns haben nun Konsequenzen (Symbolfoto). Bildrechte: IMAGO / Westend61

Nach Droh-E-Mails an den Bürgermeister von Leinefelde-Worbis ist ein Eichsfelder Unternehmer wegen versuchter Nötigung und Beleidigung angeklagt worden. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, geht es um sechs E-Mails mit bedrohlichem und beleidigendem Inhalt.

Die Mails soll der 47-jährige Geschäftsmann aus Leinefelde-Worbis zwischen Oktober 2019 und Juni 2020 geschrieben und anonym verschickt haben. Anhand der IP-Adresse konnte der Beschuldigte ermittelt werden. Der betroffene Bürgermeister Marko Grosa (CDU) hatte zuvor Strafanzeige gestellt.

Grosa als "korrupter Politiker" bezeichnet

Laut Staatsanwaltschaft werden dem Geschäftsmann sechs Fälle der versuchten Nötigung und drei Fälle der Beleidigung zur Last gelegt. Die Anklage sei beim Amtsgericht Heiligenstadt eingereicht worden. Die zuständige Strafrichterin habe sie noch nicht zugelassen. Ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen den Bruder des Beschuldigten wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mangels Tatverdacht eingestellt.

In den Mails soll der Kommunalpolitiker aufgefordert worden sein, zurückzutreten. Für den Fall, dass er das nicht tue, würden Informationen über ihn veröffentlicht. Außerdem wurde Marko Grosa als "korrupter Politiker" bezeichnet.

Quelle: MDR/sar

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 08. April 2021 | 17:30 Uhr

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