Eichsfeld Ärger um Kosten für Kanonenbahn-Radweg

Trotz Erinnerung haben Küllstedt und Büttstedt im Eichsfeld bisher ihren Anteil am Kanonenbahn-Radweg nicht an Dingelstädt gezahlt. Dingelstädt denkt nun nach eigenen Angaben über gerichtliche Schritte nach. Es geht um insgesamt rund 127.000 Euro. Der Haupt- und Finanzausschuss des Dingelstädter Stadtrates will am Montag Bürgermeister Andreas Fernkorn (CDU) mit einem Mahnverfahren beauftragen.

Das ehemalige Schrankenwärterhäuschen in Dingelstädt.
Der Kanonenbahn-Radweg beginnt in Dingelstädt und führt an der stillgelegten Bahnstrecke Leinefelde - Treysa entlang. Bildrechte: MDR/Gregor Mühlhaus

Kosten für Radweg: Nur Südeichsfeld reagiert

Küllstedt, Büttstedt, Südeichsfeld und die Stadt Dingelstädt hatten im März 2021 vereinbart, sich zehn Prozent der Baukosten des Kanonenbahn-Radwegs zu teilen. Auf die Rechnung aus Dingelstädt habe bisher nur die Gemeinde Südeichsfeld reagiert.

Die beiden anderen Gemeinden haben auch eine Zahlungserinnerung Ende Dezember ignoriert, heißt es in der Beschlussvorlage vom Montag. Demnach seien auch Telefonate und Gespräche erfolglos geblieben.

Radweg überwiegend mit Fördermitteln finanziert

Der Kanonenbahn-Radweg war im Oktober 2019 eröffnet worden. Er ist durch eine kommunale Arbeitsgemeinschaft gebaut und überwiegend mit Fördermitteln finanziert worden. Zehn Prozent der Baukosten wurden anteilig auf die Anrainer-Kommunen aufgeteilt.

Kanonenbahn-Radweg Der Kanonenbahn-Radweg führt entlang der stillgelegten Bahnstrecke Leinefelde - Treysa in den Thüringer Landkreisen Eichsfeld und Unstrut-Hainich. Der Radweg ist etwa 31 Kilometer lang. Er beginnt in Dingelstädt und führt über Küllstedt und Lengenfeld unterm Stein bis nach Geismar an der Grenze zu Hessen. Der Name "Kanonenbahn-Radweg" entstand, weil die Strecke im 19. Jahrhundert für militärische Zwecke gebaut wurde.

MDR (fno)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 11. Februar 2022 | 15:30 Uhr

1 Kommentar

WeimiKira vor 19 Wochen

Ich bin der Meinung, ALLE Anliegergemeinden entlang des Radweges sollten sich an den Baukosten beteiligen, insbesondere auch Großbartloff und Effelder sollten sich nicht weiterhin einen "schlanken Fuß" auf Kosten anderer machen und nur die Nutznießer genießen. Wenn diese beiden Gemeinden aufgrund von Gnießigkeit nicht von Anfang an ausgeschaltet wären, wäre die Zahlungsmoral sicher auch bei den Übrigen besser...
Dieser Radweg ist zu einem Highlight geworden, das sich größter Beliebtheit erfreut und die Anrainer-Gemeinden aus dem Eichsfeldkreis sollten sich nicht weiterhin die Blöße geben, sich so unsolidarisch bei der Finanzierung zu zeigen.

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