Umzug Nach zwei Jahren Pause: Palmsonntagsprozession zieht durch Heiligenstadt

Zwei Jahre musste Heiligenstadt wegen der Corona-Pandemie auf die traditionelle Palmsonntagsprozession verzichten. An diesem Sonntag konnten wieder rund 4.000 Zuschauer dabei sein, ein Großteil ging auch mit der Prozession mit. Der Umzug gehört zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe.

Nach zwei Jahren Pause wegen der Corona-Pandemie ist am Sonntag wieder eine Palmsonntagsprozession durch Heiligenstadt gezogen. Rund 3.000 Menschen waren Teil des Umzugs mit sechs lebensgroßen Passionsbildern, etwa 1.000 Zuschauer schauten außerdem vom Straßenrand aus zu - trotz des typischen Aprilwetters. Vor der Pandemie waren es in manchen Jahren bis zu 8.000 Gäste.

Umzug am Palmsonntag ist Kulturerbe

Der Heiligenstädter Propst Hartmut Gremler zeigte sich erleichtert, dass das sichtbare christliche Glaubensbekenntnis wieder die Karwoche einläute. Der Palmsonntag markiert den sechsten und letzten Sonntag der Fastenzeit und den Sonntag vor Ostern. Er erinnert daran, wie Jesus nach christlichem Glauben vor Ostern in Jerusalem eingezogen und dort mit Palmzweigen begrüßt worden sein soll.

Mehrere Menschen tragen eine große Figur.
Sechs von Männern auf den Schultern getragene große Passionsfiguren symbolisierten den Leidensweg von Jesus Christus. Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Die Prozession gehört zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe. Eine drei Meter große Christusfigur wird dabei traditionell an der Spitze des Zuges gezeigt. Wie schon seit fast 400 Jahren erinnert die Prozession an den Leidensweg von Jesus Christus - vom letzten Abendmahl am Gründonnerstag bis zur Kreuzigung am Karfreitag. Propst Gremler rief im Vorfeld alle Besucher auf, Abstände zu achten und bei Enge Schutzmasken zu tragen. Im katholisch geprägten Eichsfeld markiert die Prozession auch den Beginn der Wallfahrtssaison.

Spende für Hilfsbedürftige aus Ukraine

In diesem Jahr beteten die Gläubigen nach Angaben des Heiligenstädter Propstes Hartmut Gremler auch für ein Ende des Kriegs in der Ukraine. Die Kollekte der Abschlussandacht sollte für hilfsbedürftige Menschen aus der Ukraine gesammelt werden.

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MDR(cfr)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 10. April 2022 | 18:00 Uhr

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