Thüringen hält zusammen Tierhof "Heile Seele" in Weilrode

Der Tierhof "Heile Seele" bedeutet für viele Tiere einen Neuanfang. Dort können sie endlich glücklich sein. Und das macht die Menschen glücklich, die sich um sie kümmern. Nun muss nur noch der Traktor wieder laufen...

Eine Frau, Anne Pabst, sitzt auf einer Bank. Auf dem Tisch vor ihr krault sie eine Ziege. Mit ihr auf der Bank steht ein Hund.
Anne Pabst kennt jedes Tier auf dem Hof ganz genau. Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen, Hühner, Schweine, Hunde und Katzen - insgesamt sind es rund 200 Tiere, die sich auf dem Tierschutzhof Heile Seele e.V. in Weilrode im Eichsfeld tummeln. Mittendrin steht Anne Pabst, die Besitzerin des Tierschutzhofs. Sie kennt jedes der Tiere beim Namen und sie kennt jede Geschichte zu dem jeweiligen Tier. Denn die Tiere, die hier auf dem Tierschutzhof landen, haben meist keine einfache Geschichte hinter sich.

Endlich ein glückliches Leben

Eine Frau, Anna Pabst, wird von einem Hund angesprungen. Sie krault ihn hinter den Ohren.
Sie liebt die Tiere und die Tiere lieben sie: Anne Pabst gehört der Tierhof "Heile Seele". Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

Manche sind so krank, dass die Besitzer sie nicht mehr wollen. Oder die Besitzer haben sich getrennt und mit dem Tier keine neue Wohnung gefunden. Manche Tiere wurden vorher auch misshandelt. Sie sind dann blind oder taub oder haben keine Zähne mehr. Die Hündin Selma hat beispielsweise nur noch ein Auge. Das Pferd "Lord" hörte und sah nichts mehr, nachdem es einige Jahre von seinem vorherigen Besitzer im Keller gehalten wurde, wie Anne Pabst erzählt. Letzte Woche ist es gestorben - nach fünf friedlichen Jahren auf dem Tierschutzhof. Jedes Tier hat spezielle Bedürfnisse - Anne Pabst kennt sie. Zusammen mit ihrem Vater und einem Team aus festen und wechselnden Helfern kümmert sie sich seit vielen Jahren liebevoll um die Tiere, füttert und versorgt sie.

"Rumpel" rumpelt nicht mehr

Eine Frau sitzt auf einem roten Traktor, eine weitere Frau lehnt daran.
Ohne den Trecker ist es reine Knochenarbeit die Heuballen zu den Tieren zu rollen. Bildrechte: MDR/Samira Wischerhoff

Erst vor kurzem sind sie mitsamt den Tieren von Gieboldehausen nach Weilrode gezogen, was eine Menge Geld gekostet hat. Und ausgerechnet in dieser Zeit hat nun einer ihrer wichtigsten Helfer schlapp gemacht: "Rumpel" - ihr roter Trecker. Mit diesem transportierte sie vorher die Heuballen zu den Tieren. Derzeit muss also jeder Heuballen mit einem Gewicht von etwa 350 Kilogramm per Hand zu den Tieren gerollt werden. Ersatzteile für den Trecker sind nicht leicht zu finden. Doch diese heftige Arbeit könnte bald der Vergangenheit angehören: MDR THÜRINGEN will im Rahmen der Aktion "Thüringen hält zusammen" helfen. Der Trecker soll also so bald wie möglich wieder flott gemacht werden!

Eine Frau fährt auf einem roten Traktor einen Strohballen. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Im Rahmen unserer Aktion "Thüringen hält zusammen" wurde der rote Traktor des Tierschutzhofes in Weilrode im Eichsfeld repariert. Nun kann Chefin Anne Pabst wieder ihre Runden auf "Rumpel" fahren.

Fr 09.04.2021 09:59Uhr 00:56 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/nord-thueringen/eichsfeld/traktor-tierhof-weilrode-repariert-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 01. März 2021 | 06:40 Uhr

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