Eichsfeld Toter Wolf auf A38 in Thüringen? Umweltministerium prüft Fall

Mehrere Autofahrer haben am Dienstagabend ein totes Tier auf der A38 bei Breitenworbis im Eichsfeld gemeldet - wahrscheinlich handelt es sich um einen Wolf. Die Autobahnpolizei fand das Tier am Fahrbahnrand liegend vor und informierte das Umweltministerium. Ob es sich tatsächlich um einen Wolf handelt, wird nun überprüft. Noch unklar ist auch, ob das Tier mit einem Fahrzeug zusammengestoßen ist. Das konnte laut Polizei zunächst nicht festgestellt werden.

Ein totes Tier liegt auf der Straße.
Das tote Tier, mutmaßlich ein Wolf, wurde bei Breitenworbis auf der A38 gefunden. Bildrechte: Autobahnpolizei Thüringen

Nach Angaben des Thüringer Umweltministerium handelt es sich bei dem Tier "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Wolf". Ob es sich um einen standorttreuen und bekannten Wolf handle oder ob das etwa ein Jahr alte und männliche Tier auf der Suche nach einem Revier umherstreifte, sei noch unklar. In Berlin werde der mutmaßliche Wolf nun genauer untersucht.

Gefahr Autobahn: Bereits mehrere Tiere angefahren

Erst Ende Januar sind sowohl im Wartburgkreis als auch auf der A4 bei Hermsdorf zwei mutmaßliche Wölfe angefahren worden und gestorben. Auch diese Fälle prüft das Umweltministerium. Laut Naturschutzbund (Nabu) gilt der Straßenverkehr als eine der größten Gefahren für Wölfe. Vor allem Autobahnen würden immer wieder von den Tieren auf ihren Wanderungen gequert.

MDR (fno)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 23. Februar 2022 | 08:00 Uhr

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