Bergbau Worbis: Südharz-Kali darf zweite Probebohrung durchführen

Die Firma Südharz-Kali darf nahe Worbis im Landkreis Eichsfeld eine zweite Probebohrung durchführen. Damit soll das Vorkommen von Kalisalz wissenschaftlich bestätigt werden. Eine erste Bohrung läuft seit Januar.

Die Abraumhalde von Bischofferode.
Im Ohmgebirge soll bald wieder Kalisalz abgebaut werden. Bildrechte: MDR/Ria Weber

Die Firma Südharz-Kali hat vom Landesamt für Bergbau grünes Licht für eine zweite etwa 810 Meter tiefe Bohrung nahe Worbis im Eichsfeldkreis erhalten. Wie das Unternehmen MDR THÜRINGEN mitteilte, wird dort eine sogenannte Bestätigungsbohrung vorbereitet.

Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben die Tochter der in Australien gegründeten South Harz Potash Ltd. mit Sitz in Berlin. Die Projektentwicklung erfolge von Erfurt aus.

Bohrungen sollen Kali nachweisen

Eine erste Bohrung läuft bereits seit dem 12. Januar nahe Haynrode. Die Bohrungen sollen Kali-Vorkommen vor Ort wissenschaftlich bestätigen. Südharz-Kali hofft auf eine Reaktivierung des Kali-Abbaus im Ohmgebirge. Nach der Wiedervereinigung waren mehrere Gruben stillgelegt worden.

Das Revier im Thüringer Südharz, westlich von Sondershausen und nördlich von Mühlhausen, gilt als die größte Kaliressource Westeuropas. Falls die Probebohrungen positiv ausfallen, soll eine anderthalb Jahre dauernde Machbarkeitsstudie für ein Bergwerk in Auftrag gegeben werden.

Quelle: MDR(cfr),dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 19. Januar 2022 | 15:30 Uhr

2 Kommentare

martin vor 16 Wochen

Ich vermute, dass diese Frage im Rahmen der Machbarkeitsstudie mit beleuchtet wird. Im Vergleich zum Auffahren eines neuen Bergwerks dürften die Kosten für eine Bahnanbindung zwar keine Peanuts sein - aber durchaus mitfinanzierbar.

augu vor 16 Wochen

"Südharz-Kali hofft auf eine Reaktivierung des Kali-Abbaus im Ohmgebirge. Nach der Wiedervereinigung waren mehrere Gruben stillgelegt worden."

Mir ist nur die Grube Bischofferode nördlich des Ohmgebirges bekannt.
Wenn es schon so viele Artikel zu dem geplanten Neuanfang der Kaliförderung in diesem Gebiet gibt, dann sollte doch mal bei dem Unternehmen angefragt werden, wie es sich den Abtransport des Kalisalzes vorstellt. Alle Bergwerks-Betriebe, die in der Vergangenheit oder jetzt Kalisalz förderten/ fördern haben Bahnanschluss. Die alte Bahnstrecke von Bleicherode Ost ist mit vertretbaren Kosten nicht zu reaktivieren.

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