Ellrich Erinnerung an Häftlingsschicksale in den KZ-Außenlagern

Im ehemaligen KZ-Außenlager Ellrich ist am 14. April 2015 - zum 70. Jahrestag - an das Schicksal der tausenden KZ-Häftlinge während des Zweiten Weltkriegs erinnert worden. Bei der Befreiung der verschiedenen Standorte des KZ MIttelbau-Dora im April 1945 fanden die US-Soldaten in Ellrich-Juliushütte keine Häftlinge mehr vor. Sie waren von der SS auf sogenannte Todesmärsche geschickt worden, um möglichst nicht von den Allierten befreit zu werden.

Ellrich war mit rund 8.000 Häftlingen das größte der Außenlager an mehr als 30 Orten im Südharz. Rund 4.000 Häftlinge starben. Zur Gedenkveranstaltung kamen auch zahlreiche Überlebenden des Lagers. Stefan Hördler, neuer Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, würdigte unter anderem das Engagement der "Jugend für Dora". Dies sei nicht selbstverständlich. Unter anderem hat der Verein zuletzt mit "Fahnen der Erinnerung" an die vielen Orte rund um das Hauptlager an das verzweigte Netz von Produktionsstätten mit erinnert, in denen Häftlinge Zwangsarbeit für die Rüstungsproduktion leisten mussten.

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