Buga 2021 Ebeleben im Kyffhäuserkreis präsentiert Schlossgarten als Buga-Außenstandort

Bald ist es hoffentlich so weit: Die Bundesgartenschau in Erfurt soll am 23. April starten. Als Außenstandorte sind auch weitere Parks und Gärten in Thüringen mit dabei, darunter der barocke Schlossgarten in Ebeleben.

Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Skulpturen wie diese gibt es im Schlossgarten Ebeleben jede Menge zu entdecken. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt

Wo sind die Blumen? Eine farbenfrohe Blütenpracht, wie sie auf der Erfurter Ega zu sehen sein wird, gibt es hier eher nicht. Blühende Pflänzchen entdeckt das Auge erst, als es anfängt, danach zu suchen. Zarte Frühblüher strecken ihre Köpfe aus einem steinernen Rondell hervor. Zu Winterende schimmert ein leichtes Grün auf der Oberfläche im Schlossgarten Ebeleben. Die Bäume sind noch kahl. Üppige Bepflanzungen, ganz im Buga-Stil, soll es hier nicht geben.

Mehrere Jahrhunderte Bau- und Kunstgeschichte

Der Park überzeugt mit Geschichte. Bärbel Angermann vom Förderverein Schlosspark Ebeleben: "Es handelt sich um eine der am besten erhaltenen Anlagen, die so geblieben ist, wie sie zur Entstehungszeit waren. Mit den vielen Maßnahmen innerhalb der letzten Bauabschnitte ist die Struktur der barocken Zeit noch einmal deutlich herausgearbeitet worden."

Der Förderverein unterstützt die Eigentümer des Schlossgartens ‑ die Stadt und der Novalis Diakonieverein ‑ bei der Denkmalpflege sowie beim Unterhalt und Erhalt des Objekts.

Buga-Außenstandort Bildergalerie: Schlossgarten Ebeleben

Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Der rekonstruierte Hirschbrunnen vor der einstigen Orangerie stellt eine Jagdszene dar. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt
Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Der rekonstruierte Hirschbrunnen vor der einstigen Orangerie stellt eine Jagdszene dar. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt
Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Galoppierende Reiter schmücken zwei kleinere Brunnen vor der Orangerie. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt
Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Die große Kaskade sei laut Förderverein einzigartig in Thüringen. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt
Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Skulpturen wie diese gibt es im Schlossgarten Ebeleben jede Menge zu entdecken. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt
Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Von einem erhöhten Aussichtspunkt kann der Schlossgarten am besten überblickt werden. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt
Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Hier sind die Fundamente des einstigen Fürstenschlosses zu erkennen. Seit Kriegsende gibt es das barocke Gebäude nicht mehr. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt
Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Der Turm an der Toranlage soll dieses Jahr restauriert werden. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt
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Außenstandort der Bundesgartenschau in Ebeleben
Der rekonstruierte Hirschbrunnen vor der einstigen Orangerie stellt eine Jagdszene dar. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt

Das Schloss gibt es seit Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr. Die ebenfalls im barocken Stil erbaute Fürstenresidenz wurde zerstört. Es blieben nur die Grundmauern übrig. Sie erinnern heute noch an den herrschaftlichen Sommersitz der Schwarzburger. Rundherum schufen sie sich ein grünes Kleinod. Gespickt mit Wasserspielen und Plastiken. Ein absoluter Hingucker: eine Jagdszene in einem großen Brunnen. Ein lebensgroßer Hirsch wird von Hunden umzingelt.

Hinter dem Brunnen befindet sich die ehemalige Orangerie, in der heute Menschen mit Handicap leben. Das restaurierte Palmenhaus nennt sich seit langem Karl Marien Haus und ist eine soziale Einrichtung. Leiterin Ina Carlstedt will in der Buga-Zeit zu Kaffee und Kuchen einladen: "Ursprünglich haben wir gedacht, dass wir unsere Cafeteria bekannter machen können. Wir haben ansonsten an den Wochenenden in den Sommermonaten geöffnet – es gibt selbst gebackenen Kuchen. Wir wollen uns einfach gern bekannter machen und sicher schaffen wir das auch."

Ebeleben hofft auf viele Buga-Besucher

Die ganze Stadt und der Bürgermeister Steffen Gröbel freuen sich auf das Buga-Jahr und hoffen, ihre Kleinstadt im Kyffhäuserkreis wird bekannter. "Corona - wir hoffen, dass uns das Virus nicht so sehr einen Strich durch die Rechnung macht, weil wir hoffen darauf, dass wir hier einige Besucher zählen können und der Park ist ja frei zugänglich“, sagt Gröbel. Er würde sich freuen, wenn die "wunderschöne Anlage" von vielen Auswärtigen gut besucht wird.

Auch wenn die derzeitige Pandemielage die Pläne für eine lokale Eröffnungsfeier im Schlossgarten Ebeleben auf Eis legen, werden die Sanierungsmaßnahmen auf dem Gelände weitergehen. Der Turm der Toranlage wird demnächst restauriert, teilte Carina Gallert vom städtischen Kulturausschuss MDR Thüringen mit.

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Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 19. März 2021 | 15:00 Uhr

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