Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
SachsenSachsen-AnhaltThüringenDeutschlandWeltRatgeber
Durch den Umbau soll das Kyffhäuserdenkmal attraktiver werden. Bildrechte: MDR

Umbaumaßnahmen

Kyffhäuserdenkmal soll zum Lernort ausgebaut werden

von Franziska Gutt von MDR THÜRINGEN

Stand: 27. März 2021, 16:28 Uhr

Das Denkmalgelände im Kyffhäusergebirge soll zum Besuchermagneten werden. Der Kyffhäuserkreis habe sich auf die Fahne geschrieben, das Areal weiterzuentwickeln, sagte Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD). Eine neue Stiftung will sich künftig um das Wahrzeichen und das umliegende Gelände kümmern. Die Sehenswürdigkeiten sollen nicht nur Touristen anziehen, sondern auch Schüler und Studenten.

Das Kaiserdenkmal und das Plateau, auf dem es sich befindet, sollen zum Besuchermagneten werden. Das ist das Ziel einer im März gegründeten Stiftung. Die Kyffhäuser-Stiftung hat ihre Arbeit bereits aufgenommen und wird zusammen mit dem Landkreis die Sehenswürdigkeiten auf dem Kyffhäuser zu touristischen und pädagogischen Zwecken ausbauen. "Es soll ein Lernort von überregionaler Bedeutung entstehen", sagt die Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) MDR Thüringen. Die Geschichte des Ortes soll umfangreich aufgearbeitet werden. Das Areal rund um das drittgrößte Nationaldenkmal Deutschlands soll zu einem "Lernort der Demokratie" werden, so die Kommunalpolitikerin.

Millionenbetrag für geplanten Umbau

Dazu soll zuerst ein 80 Meter hoher Aufzug am Steilhang und ein neues Empfangsgebäude unterhalb des Geländes gebaut werden. Seit 2020 wird die Steilwand unterhalb des Kaiserdenkmals saniert. "Wenn der Hang gesichert ist, soll dort ein Aufzug nach oben führen und die Besucher barrierefrei nach oben bringen", erklärt die Landrätin. Außerdem soll ein neues Eingangsportal gebaut werden. Dieses erste Großprojekt soll in den kommenden drei Jahren realisiert werden.

Dies kostet bereits einen zweistelligen Millionenbetrag. Zu viel Geld für den Landkreis allein. Um die Pläne längerfristig verantworten zu können, wurde die Stiftung gegründet. Sie wird ab April 2024 auch den Betrieb des Kyffhäuser-Denkmals übernehmen. Dann läuft der Vertrag des derzeitigen Betreibers, der Kur und Tourismus GmbH Bad Frankenhausen, aus. Die Organisationsform sei gewählt worden, weil es durch die Gründung einer Stiftung möglich sei, Partner auf Landes- und Bundesebene an der Seite zu haben. Somit könnten die ehrgeizigen Pläne Wirklichkeit werden.

Das Kyffhäuserdenkmal ist legendär, aber in die Jahre gekommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Völkerschlachtdenkmal als Vorbild

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig sei ein Vorbild gewesen, so Antje Hochwind-Schneider. Das sächsische Wahrzeichen wird ebenfalls von einer Stiftung unterstützt. Über diese Organisationsform könnten sich regionale wie überregionale Mitstreiter vernetzen und "die gemeinsame Aufgabe erfüllen." Derzeit unternehme die Kyffhäuser-Stiftung erste Schritte, um diese Vorhaben längerfristig unterstützen zu können. Demnächst werden sich ein fünfköpfiger Vorstand und ein Gremium aus regionalen Einrichtungen konstituieren.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm:MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 27. März 2021 | 13:30 Uhr

Kommentare

Laden ...
Alles anzeigen
Alles anzeigen

Mehr aus der Region Nordhausen - Sondershausen - Sangerhausen

Inhalte werden geladen ...
Keine weiteren Inhalte vorhanden.
Alles anzeigen

Mehr aus Thüringen

Inhalte werden geladen ...
Keine weiteren Inhalte vorhanden.
Alles anzeigen