Bottendorf Erdfall in Gemeinde Roßleben-Wiehe nicht mehr gefährlich

Im Januar hatte sich in Bottendorf in der Nähe eines Hauses ein Krater aufgetan. Laut Bürgermeister Gerald Brödel besteht nach dem Erdfall nun keine Gefahr mehr. Erdfälle sind in der Region keine Seltenheit.

Ein Zugeschütteter Krater an einem Weg.
Der Krater war zwölf mal acht Meter groß und einer etwa vier Metern tief. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Nach dem Erdfall in Bottendorf in der Gemeinde Roßleben-Wiehe im Kyffhäuserkreis im Januar besteht laut Ortsteilbürgermeister Gerald Brödel (parteilos) keine Gefahr mehr. Im Februar sei kein Gestein mehr nachgerutscht. Laut Brödel wird der Krater geologisch überwacht. So soll überprüft werden, ob sich beispielsweise Risse bilden.

Erdfall in Region keine Seltenheit

Auch der Untergrund wird derzeit vom Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz analysiert. Am 10. Januar 2021 hatte sich in Bottendorf ein Krater von zwölf mal acht Meter Größe und einer Tiefe von etwa vier Metern aufgetan. Die Bewohner eines anliegenden Hauses mussten zunächst ausziehen.

Laut Brödel soll der Krater wieder verfüllt und die betroffene Straße in einer Länge von 30 Metern neu aufgebaut werden. Die Reparatur soll etwa 460.000 Euro kosten. 1980 hatte es den Angaben nach an der Stelle schon einmal einen Erdfall gegeben, bei dem ein ganzes Haus verschwunden ist. Erdfälle sind in der Region aufgrund des Gipses im Untergrund keine Seltenheit. Bis heute sind etwa 80 Erdfälle im Kyffhäusergebirge bekannt. Auch Teile der Stadt Bad Frankenhausen sind aktives Senkungs- und Erdfallgebiet.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 07. März 2021 | 16:30 Uhr

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