Kyffhäuserkreis Geldautomaten attackiert: Dutzende müssen ihre Wohnungen verlassen

Unbekannte haben in der Nacht zu Montag in Roßleben im Kyffhäuserkreis versucht, einen Geldautomaten zu sprengen. Wie die Polizei mitteilte, hatten Anwohner gegen 1.30 Uhr die Automatenknacker bemerkt und die Polizei verständigt. Die Täter flohen.

Häuser mussten evakuiert werden

Da die Polizei zunächst vermutete, die Täter hätten im Automatenraum Sprengmittel zurückgelassen, wurden 28 Bewohner aus umliegenden Häusern vorsorglich ausquartiert. Spezialisten des Landeskriminalamtes überprüften den Tatort und konnten Entwarnung geben. Die Polizei fahndet nach einem dunklen Auto und bittet um weitere Hinweise.

Ein aufgehebelter Geldautomat in Heringen in Thüringen.
Mehrere Male wurden Geldautomaten tatsächlich aufgesprengt, hier zum Beispiel in Heringen. (Archivbild) Bildrechte: MDR/Silvio Dietzel

Immer wieder Automaten gesprengt

Immer wieder werden in Thüringen Geldautomaten tatsächlich aufgesprengt - seit 2016 zählt das Landeskriminalamt 43 Fälle in Thüringen. Die Banken und Sparkassen klagen über die dadurch enstehenden Schäden. Zur Sicherung der Geldautomaten könnten in Zukunft den Filiale bessere Alarmanlagen oder flächendeckend längere Schließzeiten helfen.

Zuletzt war bei einer Sprengung am 11. November im Jenaer Stadtteil Lobeda-West der Geldautomat einer großen Privatbank zerfetzt, die Räume rundherum gleich mit.

Ein zerstörter Bankautomat. 24 min
Ein zerstörter Bankautomat. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 05. Dezember 2022 | 06:30 Uhr

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