"Ein-Euro-Jobs" Tafelgarten: Frisches Gemüse für die Sondershäuser Tafel

MDR THÜRINGEN-Reporterin Heidje Beutel
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Damit die Tafel auch frisches Obst und Gemüse verteilen kann, gibt es in Sondershausen einen "Tafelgarten". Auf vier Kleingartenparzellen gärtnern "Ein-Euro-Jobber" und Leute, die ihre Sozialstunden ableisten. Die Fördergesellschaft Arbeit, Umwelt (FAU) hat die Idee aus Arnstadt übernommen.

Das Gemüse bei der Tafel in Sondershausen - es ist gespendet aber oft welk oder unansehnlich. Das ist ein Grund, warum die gemeinnützige Fördergesellschaft Arbeit und Umwelt seit Frühjahr 2020 unter die Gärtner gegangen ist. Sie hat vier Parzellen in der Kleingartenkolonie "Glück auf Sondershausen" an der Wipper gepachtet.

Betreuer: Teilnehmer stolz auf Projekte

Der pädagogische Betreuer Lino Jäger erklärt, dass die Arbeit im Tafelgarten beliebter als andere sogenannte Ein-Euro-Jobs ist. Denn die Teilnehmer seien stolz auf ihre abgeschlossenen Projekte - wie zum Beispiel ein neues Beet.

Tafelgarten
Arbeiten im Sondershäuser Tafelgarten. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Tafelgarten zum Ableisten von Sozialstunden beliebt

Seit dem Frühjahr 2020 haben nach Angaben der FAU auch hier etwa 15 Menschen ihre Sozialstunden abgeleistet, zu denen sie verurteilt waren. Als Strafe für das Fahren ohne Führerschein oder bei Dogendelikten. Anleiterin Katrin Sieber hat beobachtet, dass ihnen auch gefallen hat, dass sie - anders als in anderen Maßnahmen wie Betreuung - reale Produkte hergestellt haben und so die "Früchte ihrer Arbeit" sehen können.

Tafelgarten
Die Erträge sind nur ein Zuschuss zum Angebot der Tafel. Bildrechte: MDR/Heidje Beutel

Ein weiterer Grund, warum es sich gelohnt hat, einen Kleingarten zu pachten, ist: die Arbeit an frischer Luft war in der Pandemie immer möglich.

FAU: Regionales Gemüse ist gesund

Dazu kommt, dass frisches Gemüse aus der Region besonders gesund ist, meint FAU Geschäftsführer Jürgen Rauschenbach. Für die zahlreichen Tafelkunden würde die Ernte vom Tafelgarten jedoch nicht ausreichen. "Dafür müsste man wahrscheinlich die ganze Kleingartensparte mieten." Das Gemüse aus eigenem Anbau ergänzt also eher die Nahrungsmittel, die gespendet worden sind.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN | MDR THÜRINGEN JOURNAL | 15. August 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

MAENNLEiN-VON-DiESER-WELT vor 8 Wochen

Hier muss sich wenigstens niemand (be)fragen lassen, welche Soße
er/sie/es oder welchen anderen Senf er zum Salat zugeben möchte... !

;-)


Raus an die frische Luft ! Auf geht's zum
Unkraut-Jähten ! (schreibt mann doch
mit ohne "h"....????)





B-)

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