Gewerkschaft Für mehr Lohn: Mitarbeiter bei Sumitomo in Wiehe streiken

Beim Maschinenhersteller Sumitomo Demag im Kyffhäuserkreis sind rund 100 der 290 Beschäftigen am Mittwochmorgen in einen Warnstreik getreten. Wie die IG Metall Nordhausen mitteilte, hatte sie die Mitarbeiter von Sumito ab 8:45 Uhr dazu aufgerufen, zeitweise die Arbeit niederzulegen. Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft ihren Druck in den aktuellen Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie erhöhen. Der Betrieb wurde von der IG Metall für die erste Streikwelle ausgewählt, weil er eins von sieben flächentarifgebundenen Unternehmen im Bezirk Nord sei, so die Gewerkschaft.

Vorerst kein Ende der Verhandlungen

Menschen stehen mit Streikwesten auf einer Wiese.
Rund 100 Mitarbeiter des Maschinenherstellers haben sich am Mittwochmorgen zum Streik versammelt. Bildrechte: MDR/ Heidje Beutel

In Thüringen treten die Verhandlungen um einen neuen Tarifvertrag für die insgesamt rund 20.000 Beschäftigten auf der Stelle: Mitte Februar war die dritte Verhandlungsrunde ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Gewerkschaft fordert unter anderem rund vier Prozent mehr Geld bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Außerdem hat sie eine Arbeitszeitverkürzung ins Spiel gebracht. Die Arbeitgeber beharren auf einer Nullrunde in diesem Jahr. Für die ostdeutschen Tarifgebiete geht es zudem um die Angleichung der Wochenarbeitszeit. Gegenwärtig arbeiten die Thüringer Metaller bei gleichen Bezügen drei Wochenstunden länger als ihre westdeutschen Kollegen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jml

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 03. März 2021 | 12:00 Uhr

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