Kyffäuserkreis Post für den Weihnachtsmann: 500 Briefe in Himmelsberg angekommen

Porträt Regionalkorrespondentin Franziska Gutt
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Im Thüringer Weihnachtspostamt in Himmelsberg im Kyffhäuserkreis sind schon mehr als 500 Briefe mit Wunschzetteln angekommen. Ein großer Teil der Post kommt aus ganz Deutschland, doch viele Menschen aus dem Ausland schreiben ebenfalls an den Weihnachtsmann. Zum Beispiel chinesische Studierende. Ein Monat vor Heiligabend beginnen die ehrenamtlichen Schreibkräfte vom Heimatverein, die Briefe bis Weihnachten zu beantworten.

Briefe im Weihnachtspostamt Himmelsberg.
Viel zu tun im Weihnachtspostamt: Manuela Verges und Elke Fritsch vom Heimatverein beginnen zusammen mit sieben anderen Helferinnen, Antworten an die Wunschzettel-Schreiber zu verschicken. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt

Nicht nur Karten und Briefe landen auf dem Schreibtisch des Weihnachtsmannes. Ab und zu kommen auch Päckchen in seinem Büro in Himmelsberg im Kyffhäuserkreis an. "Einmal, es war vor einem oder vor zwei Jahren, kam ein Paket befüllt mit Tierfutter an. Es war für die Rentiere des Weihnachtsmannes", amüsiert sich Elke Fritsch vom Heimatverein. Offenkundig hatte sich der Absender Gedanken um die Versorgung von Rudolf und Co. gemacht.

Einmal, es war vor einem oder vor zwei Jahren, kam ein Paket befüllt mit Tierfutter an. Es war für die Rentiere des Weihnachtsmannes.

Elke Fritsch vom Heimatverein in Himmelsberg

Neun Elfen helfen beim Beantworten der Post

Elke Fritsch und Manuela Verges sitzen am Tisch der kleinen Küche des Weihnachtspostamts. Vor ihnen: eine kleine Auswahl an Briefen, die bisher schon im hiesigen Briefkasten des prominenten Weißbärtigen landeten. Wie jedes Jahr um diese Zeit starten die insgesamt neun Frauen vom Heimatverein des kleinen Weihnachtsdorfes bei Sondershausen mit dem Versenden der Antwortschreiben. Inzwischen sind schon um die 500 Briefe ins frisch renovierte Weihnachtsmannbüro geflattert. Bis zu 7.000 können es werden - abgesehen von Grüßen sind inzwischen auch viele Wunschbriefe dabei.

Briefe im Weihnachtspostamt Himmelsberg.
Im Himmelsberger Weihnachtsmannbüro sollte am Samstag der Traditionelle Tag der offenen Tür stattfinden. Der wurde erneut wegen der Pandemie abgesagt. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt

Weihnachtspost aus Fernost

Ein größerer Briefumschlag direkt vor den beiden Frauen fällt ins Auge. Das Kuvert ist mit einem bunten Pferd und chinesischen Schriftzeichen verziert, über dem Pferd kleben drei chinesische Marken. Der Absender gab sich viele Mühe, die Anschrift des Weihnachtsmannes in feinen, lateinischen Lettern aufzuschreiben. Die Post aus Shanghai stammt nicht etwa von einem Kind, sondern von einem Studenten. Das sei nicht einmal so ungewöhnlich, sagen die beiden dann. Jedes Jahr aufs Neue bekommen sie Weihnachtsgrüße aus chinesischen Studentenheimen. Was dahinter steckt, wissen sie aber nicht.

Briefe im Weihnachtspostamt Himmelsberg
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Weihnachtsbriefe aus Fernost in Himmelsberg ankommen. Viele Studenten schreiben an den Weihnachtsmann. Bildrechte: MDR/Franziska Gutt

Doch die Freude ist groß, dass sie seit 1997 so viel Zulauf aus der ganzen Welt bekommen. "Die Briefe kommen aus ganz Deutschland, aber auch aus Russland, aus China oder aus Taiwan", zählt Manuela Verges auf. In den Vorjahren waren auch Briefe aus den USA, Brasilien, Frankreich und Weißrussland dabei. Bis zum 20. Dezember können Kinder und Erwachsene, aus allen Teilen der Welt, Wunschzettel beziehungsweise Weihnachtsgrüße nach Himmelsberg schicken. Alles wird bis zum Fest beantwortet.

Die Briefe kommen aus ganz Deutschland, aber auch aus Russland, aus China oder aus Taiwan.

Manuela Verges Weihnachtsmannbüro Himmelsberg

Weihnachtsmann ohne Gäste

Hierfür gibt es jedes Jahr einen neuen, vorgefertigten Brief - unterschrieben vom Weihnachtsmann. Trotzdem machen sich die Vereinsfrauen die Arbeit, die Briefe zu öffnen und zu sichten, um dann persönlich den "Weihnachtsgruß zurück" auszurichten. Die Post stellt dafür bis zu 7.000 Briefmarken bereit. Die ehrenamtlichen Schreibhilfen des Weihnachtsmannes sitzen dabei eigentlich in gemütlicher Runde zusammen - Corona hat das 2020 verhindert und auch dieses Jahr wird es wohl anders laufen müssen.

Erst einmal weichen sie in die Gaststätte aus, um den Abstand untereinander einhalten zu können. Denn das Weihnachtshaus ist doch recht klein. Dafür frisch renoviert. Und es regnet nicht mehr rein. Das Dach wurde repariert, im Inneren die Elektronik neu gemacht. Das hätten sich eigentlich Besucher am ersten Adventssamstag selbst anschauen können. Doch der traditionelle Tag der offenen Tür fällt auch erneut aus. Vor der Pandemie war das die Gelegenheit, dem Weihnachtsmann persönlich die Hand zu schütteln und den Wunschzettel auch gleich dazulassen.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 25. November 2021 | 06:50 Uhr

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https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/sued-thueringen/sonneberg/video-sonneberg-briefkasten-wunschzettel-100.html

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