Ambitionierter Abschleppversuch A38 bei Heiligenstadt: Polizei stoppt Pkw mit Autotransport-Gespann am Seil

Die Autobahnpolizei hat auf der A38 bei Heiligenstadt einem ambitionierten Abschleppversuch ein Ende bereitet. Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, stoppten die Beamten am Dienstagabend einen Verband aus einem Pkw und einem Autotransporter mit Anhänger, der mit maximal Tempo 50 über die Schnellstraße kroch. Ein Zeuge hatte die Beamten informiert,

Ein Autotransporter mit einem Auto auf der Ladefläche, dahinter ein weiterer Anhänger mit einem Auto
Der gezogene Autotransporter samt Anhänger mit Ladung. Bildrechte: Autobahnpolizeiinspektion Thüringen

Sechs Tonnen am Haken

Ein Streifenwagen lotste die Fahrer zu einem Parkplatz. Dort stellte sich heraus, dass der ziehende Pkw - eine Großraumlimousine - ein Gewicht von sechs Tonnen am Haken hatte: Auf dem Autotransporter und dem Anhänger waren jeweils ein Pkw geladen. So sollte die Fahrt laut Polizei bis nach Osteuropa gehen. Offenbar war der Autotransporter kaputtgegangen.

Eine Großraumlimousine nachts auf einem Autobahnparkplatz
Die "Zugmaschine" nach dem Stopp auf einem Autobahnparkplatz. Bildrechte: Autobahnpolizeiinspektion Thüringen

Die Polizei wies darauf hin, dass Nothilfe mit einem Seil nur zur nächsten Anschlussstelle erlaubt sei. Zudem hätte der 41-jährige Fahrer eine spezielle Fahrerlaubnis haben müssen.

Autotransporter schnell repariert

Gegen den Fahrer wurde ein Verfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet, außerdem musste er eine Sicherheitsleistung von 200 Euro hinterlegen. Am Ende der Kontrolle stellte sich heraus, dass der defekte Autotransporter schnell repariert werden und selbständig weiterfahren konnte.

MDR (kw/fno)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 25. Mai 2022 | 14:00 Uhr

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