Wahlen In Nordhausen wollen zwei SPD-Kandidatinnen zur Bürgermeisterwahl antreten

Bei der Bürgermeisterwahl in Nordhausen treten die SPD-Politikerinnen Jutta Krauth und Alexandra Rieger gegeneinander an. Am Mittwoch soll die neue Bürgermeisterin gewählt werden. Kritik kommt von CDU und der Linken.

Roland am Rathaus Nordhausen
Der Stadtrat in Nordhausen bestimmt am Mittwoch, wer ins Rathaus einziehen darf. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

Bei der Bürgermeisterwahl der Stadt Nordhausen treten zwei Kandidatinnen der SPD an. Neben der bisherigen Bürgermeisterin Jutta Krauth darf laut Entscheidung des Verwaltungsgerichts Weimars auch die Verwaltungsexpertin Alexandra Rieger kandidieren. Einen entsprechenden Bericht der Thüringer Allgemeinen bestätigte eine Gerichtssprecherin.

Krauth hatte gegen die Kandidatur Riegers Beschwerde eingelegt mit der Begründung, Rieger sei nicht ausreichend befähigt. Die Richter sahen das anders. Rieger habe durch ihre akademische Ausbildung für das Amt alle Voraussetzungen.

CDU will Wahl in Nordhausen verschieben

Der Stadtrat soll die neue Bürgermeisterin am Mittwoch wählen. Dagegen gibt es aber weiterhin Widerstand. Die CDU erwägte offenbar noch, am Dienstag (19. Oktober) bei der Sitzung des Ältestenrates um eine Verschiebung der Wahl zu bitten.

Hintergrund ist, dass Wunschkandidat Patrick Grabe - seit 2018 Bürgerbeauftragter im Rathaus und zuvor viele Jahre lang Pressesprecher - nicht zugelassen wurde. Die Linke nannte die Bewerberlage "unklar". Fraktionschef Michael Mohr sprach laut TA von einem "vollkommen chaotischen Verfahren für diese Stellenbesetzung".

Insgesamt gab es 13 Bewerber. Oberbürgermeister Kai Buchmann (parteilos) hatte vier Bewerber vorausgewählt, darunter die SPD-Politikerinnen Rieger und Krauth.

Quelle: MDR THÜRINGEN/jn

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 19. Oktober 2021 | 12:30 Uhr

3 Kommentare

martin vor 5 Wochen

Als wahrscheinlich unterstellt, dass es sich bei beiden Kandidatinnen um cis-Frauen handelt, wäre gendern meiner Meinung nach unhöflich. Sind Sie anderer Meinung oder haben Sie den Beitrag nicht hinreichend genau gelesen?

Stealer vor 5 Wochen

@530836395: Da diese Personengruppe auf zwei Frauen eingegrenzt ist, ist die sexusspezifische Bezeichnung völlig zulässig. Eine geschlechterneutrale Formulierung könnte man mit Umschreibung machen (bspw. mit "Kandidatur" oder "Bewerbung"), die von Ihnen genannten Beispiele von Beidnennung sind in diesem Fall jedoch genauso unsinnig wie "als Kandidatinnen und Kandidaten treten zwei Frauen an".

Das ist - mit Verlaub - nicht wirklich schwer zu verstehen.

530836395 vor 5 Wochen

Leider bin ich über den Artikel etwas verwirrt – Heißt es nicht KandidatInnen oder Kandidat:innen oder Kandidat_innen aber doch sehr wahrscheinlich nicht Kandidatinnen?

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