Corona in der Lungenklinik | Woche 10 Impfpflicht für Pflegekräfte: "An Unfairness nicht zu übertreffen"

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Die Lungenklinik in Neustadt im Harz ist Anlaufstelle für viele schwere Corona-Fälle in Nordthüringen. Mit ihrem ärztlichen Direktor, Dr. Frieder G. Knebel, sprechen wir einmal pro Woche über die Lage in seiner Klinik. Diesmal ist Pflegedienstleiterin Jeannette Gühne mit dabei. Sie sagt: Wenn es eine Impfpflicht geben soll, dann für alle. Und nicht nur für eine Berufsgruppe.

Wie immer am Anfang die Frage: Wie ist momentan die Situation bei Ihnen in der Klinik?

Frieder Knebel: Bei uns ist es momentan sehr entspannt, obwohl die Corona-Zahlen ja überall nach oben gehen, sowohl deutschlandweit als auch in Thüringen. Und auch natürlich im Kreis Nordhausen. Wir bilden da keine Ausnahme. Aber es ist doch so wie prognostiziert, dass die Fälle vielfach leichter verlaufen und die Kliniken jetzt in der Auslastung, was die Corona-Zahlen anbelangt, etwas entspannt in die Zukunft blicken können. Und wir hoffen auch, dass es so bleibt. Und vielleicht, wenn wir viel Glück haben, ist die Welle durch und wir kommen langsam in den endemischen Bereich.

Und wie viele Corona-Patienten haben Sie im Moment in ihrer Klinik?

Frieder Knebel: Null. Es sind alle aus dem Corona-Bereich entisoliert. Wir haben natürlich jetzt die ganzen Post-Covid-Fälle und gerade auch in der Früh-Reha schwere Long-Covid-Fälle - also Menschen, die wirklich wieder das Laufen lernen müssen und das Luftholen. Das ist nicht einfach, aber wir haben keinen aktiven Covid-Patienten und es ist schon schön, das mal wieder sagen zu dürfen.

Heute sind wir nicht alleine hier bei Ihnen, Sie haben noch jemanden mitgebracht. Vielleicht stellen Sie Ihre Kollegin kurz vor?

Frieder Knebel: Jeannette Gühne ist unsere Pflegedienst-Leiterin und das ist eine ganz wichtige Position, denn die Pflege stellt immer die größte Berufsgruppe im Krankenhaus und die Pflege, das ist ja das Hauptsächliche. Also die ärztliche Therapie ist das eine, was sicher für die Erkrankung wichtig ist, aber das soziale Umfeld und die Pflege, also der ganze Komfort, Essen, Trinken, Sauberkeit, sind natürlich ein ganz wesentlicher Punkt, um wieder zu genesen.

Können Sie sich erinnern, wie das für Sie damals war, als das mit Corona angefangen hat? Wann haben Sie wahrgenommen, dass das etwas ganz Anderes ist als alles, was Sie bisher kannten?

Jeannette Gühne: Als Corona begonnen hat, war ich noch nicht in Neustadt, aber in einer anderen Lungenklinik Pflegedienstleiterin und die Welle ist auf uns zugerollt wie auf alle. Wir haben am Anfang nicht so richtig gewusst, wie gefährlich der Keim wird.

Eigentlich sind wir es ja gewohnt, als Pflege-Fachpersonen mit Keimen umzugehen, wir haben ja viele multiresistente Keime im Krankenhaus und auch Isolationsmaßnahmen sind uns nicht fremd. Aber man hat durch die gesellschaftliche Reaktion deutlich gemerkt, dass es sich doch um etwas ganz Gefährliches handelt. Wir haben dann auch gesehen auf der Intensivstation in der Klinik, wo ich damals gearbeitet habe, das war ja Anfang 2020, dass die Verläufe doch schwer sind und wir den kranken Menschen hilflos gegenüberstehen, weil wir keine Therapien hatten.

Das hat natürlich bei uns allen eine riesengroße Angst ausgelöst, so dass wir nicht nur auf Arbeit belastet sind und waren, sondern auch im privaten Umfeld belastet sind und waren.

Wenn Sie jetzt so zurückblicken auf diese zwei Jahre, können Sie sagen, welche Phase für Sie am schwierigsten war, wo die Belastung am größten war?

Jeannette Gühne: Das war ganz klar die erste Welle, weil diese Unsicherheit dem Virus gegenüber einfach da war. Und im Verlauf würde ich sagen, gab und gibt es eine kontinuierliche, hohe Belastung. Das liegt zum einen daran, wenn man als Krankenschwester auf Station geht und seine Arbeit macht, die man ja gerne leistet und sich damit auch identifiziert, geht man dann irgendwann in die Umkleidekabine, zieht seine Klamotten aus und geht aus der Klinik raus. Ohne Corona war das dann erledigt. Man hat alles von sich streifen können mit dem Ausziehen der Dienstkleidung. Ist ins Auto eingestiegen, nach Hause gefahren und war privat.

Seit Corona in Deutschland agiert, funktioniert das nicht mehr. Von Beginn an ist es so, dass unsere Berufsgruppe diese Belastung oder diesen Keim nicht aus dem Kopf kriegt. Sie ziehen auch ihre Dienstkleidung aus und gehen nach Hause, aber kaum sitzen Sie im Auto, werden Sie mit Corona konfrontiert. Dann kommt der Anruf aus dem Kindergarten, Ihr Kind hat Fieber, Sie müssen Ihr Kind abholen und zwei Stunden später kommt die Ansage: "Schnelltest ist positiv", und Sie sind in Quarantäne. Das sind Belastungen, die ich in meiner ganzen Laufbahn noch nie erlebt habe.

Jetzt ist ja immer wieder gesagt worden, dass die Situation in der Pflege, speziell auch vor Corona schon, schwierig war und dass das durch Corona noch mal so richtig deutlich geworden ist. Haben Sie in Diskussionen mit Kollegen, mit Ämtern, mit Krankenkassen beobachtet, dass sich da ein Umdenken abzeichnet? Also hat dieses Bewusstwerden dieser Belastung schon irgendwelche praktischen Folgen?

Frieder Knebel: Also es gab natürlich praktische Folgen, weil ja die Klassifizierung "systemrelevant“ eingeführt wurde und in diesem Zusammenhang auch vorübergehend Maßnahmen beschlossen waren. Beispielsweise wurden Kindergärten speziell an die Arbeitszeiten angepasst beziehungsweise wurden Möglichkeiten geschaffen, dass die Kinder von Leuten, die systemrelevante Berufe haben, hingebracht werden konnten.

Da hat sich aber inzwischen offensichtlich in der Politik eine gewisse Gewöhnung eingestellt, sodass wir jetzt eher erleben, dass der Kindergarten ein Problem hat, und dann eben erst um 8 Uhr öffnet. Und das stellt uns natürlich vor große Herausforderungen, weil einfach die Dienstzeiten sich in einem Krankenhaus bei 365 Tagen im Jahr Vollbetrieb nicht nach irgendeiner Behörde oder einem Kindergarten richten können.

Das sind Dinge, die sind momentan natürlich mit der Politik zu besprechen, aber die Lösungsmöglichkeiten für uns als Arbeitgeber sind da begrenzt. Wir können ja auch nicht morgens anderthalb Stunden überbrücken, indem wir unseren Speisesaal zum Krabbel-Zimmer machen, wir sind ja gar nicht versichert für solche Fälle.

Und das sind natürlich Schwierigkeiten, die sich auch im Dienstplan niederschlagen oder in den privaten Verhältnissen. Das ist nicht immer schön, was da passiert.

Ist der Umgang mit Ihnen jetzt anders geworden? Vielen ist ja bewusst geworden, was Sie leisten, es gab Beifall vom Balkon. Was tut die Politik, um Ihnen das Leben leichter zu machen?

Jeannette Gühne: Also die Wertschätzung, das Klatschen auf dem Balkon, war schön. Schade nur, dass es erst jetzt kommt. Das ist so ein bisschen die Grundmeinung, die ich auch aus dem Haus mitnehme. Die jetzige Politik oder der Koalitionsvertrag sagt ja, dass sich jetzt endlich jemand mit Personal-Bemessungs-Grenzen beschäftigen möchte. Und das ist genau das, was auch wichtig ist.

Wenn wir über Systemrelevanz sprechen, dann müssen wir uns angucken: Was ist die Tätigkeit am Bett? Was ist die Tätigkeit am Patienten? Was spielt eine Rolle? Welche Qualifikationen brauche ich dafür? Man sieht deutlich, dass es immer wieder nicht möglich ist, Gespräche mit Patienten zu erfassen. Auch Gespräche und individuelle Pflege sind nicht möglich, mit diesen Personal-Untergrenzen-Festlegungen.

Und ich bin sehr froh, dass der Koalitionsvertrag, der jetzt von der Ampel-Regierung gestaltet wurde, beinhaltet, dass sogar noch bis zur Mitte dieses Jahres ein neues Personal-Bemessungsinstrument für die Pflege kommen soll, was zwar auch nicht optimal ist, da sind sich alle Pflege-Wissenschaftler einig, aber zumindest der Schritt in die richtige Richtung - nämlich deutlich zu machen: Wie pflegen wir? Wie lange pflegen wir? Was genau wird getan?

Also dass nicht nur die Pflegefachkraft und die Krankenschwester betrachtet werden, sondern auch alle umliegenden Einheiten. Wir haben so viele Stations-Assistenten. Wir haben Pflegehelfer, die auch eine gute Arbeit machen und weniger Wertschätzung erfahren, weil immer nur über Pflegefachkräfte gesprochen wird. Wir haben in beiden Bereichen großen Mangel und ich bin sehr, sehr froh, dass die Bundesregierung jetzt zumindest einen Schritt in die richtige Richtung geht und sagt: Wir brauchen ein vernünftiges Personal-Bemessungsinstrument.

Das heißt, wir müssen wissen, wie pflegen wir in Deutschland und wie viel Zeit brauchen wir dafür? Und da heißt es nicht nur waschen, essen, trinken, Sauberkeit, sondern da heißt es auch Gespräch und Beziehung.

Inwieweit werden Häuser wie Ihres befragt und mit einbezogen in diese Entscheidungsfindung?

Frieder Knebel: Also erst mal zu den Zahlen, da muss man vorsichtig sein. Es gibt verschiedene Berechnungsmethoden über Pflegeminuten. Die sehen aber nur die Arbeit. Das ist eigentlich ein nicht so günstiger Weg, der eher betriebswirtschaftlich geprägt ist.

Genau das, was gerade angesprochen war, also das Gespräch, die Beziehung, wird nicht berücksichtigt. Aber das gehört natürlich dazu, weil Menschen als soziale Wesen nicht ohne Kommunikation auskommen. Und wenn ich stumm dem Patienten nur die Strümpfe über die Füße streife, was soll das für eine Beziehung aufbauen? Und genauso ist das natürlich auch im Krankenhaus.

Wir haben ja ganz unterschiedliche Formen in der Pflege, in der Betreuung. Es gibt eben Patienten, die sind noch weitestgehend selbstständig. Dort wird sicher die Minutenanzahl niedrig liegen. Und es gibt Patienten, die liegen im Bett, sind beatmet, vielleicht sogar in einem künstlichen Koma, wie man immer so sagt. Die haben zusätzlich noch eine Dialyse angeschlossen, vielleicht auch eine Ecmo. Das ist natürlich ein immenser Aufwand.

Wenn man mit so einem Patienten dann noch zum Beispiel ins CT oder MRT fahren muss, dann sind viele Personen beteiligt, um die Sicherheit zu gewährleisten und die Qualität und die Umfeldbedingungen so zu gestalten, dass es für den Patienten angenehm ist. Und genauso muss er ja dann durch das CT oder das MRT und auch wieder zurück ins Bett. Das ist nicht ganz einfach. Und da gibt es dann natürlich ganz andere Pflegeminuten und wir gehen dann von einer Pflegekraft pro Schicht für zwei Patienten aus.

Eine Frau mit kurzen Haaren und >Kittel schreibt etwas an eine große Tafel (2x)
Jeannette Gühne hofft, dass die Aussage des Koalitionsvertrags zur Pflege ein erster Schritt zur Verbesserung sind. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Jeannette Gühne: Auf der Intensivstation ist ein Schlüssel von einer Pflegefachkraft für zwei Patienten ab einem bestimmten Zeitpunkt vor zwei Jahren eingeführt und umgesetzt worden. Und diese Personal-Untergrenze ist fachspezifisch abgegrenzt. Das heißt, man spricht von pflegesensitiven Bereichen, so dass wir auf den normalen Stationen, die nichts mit Intensivmedizin und -überwachung zu tun haben, aktuell einen Schlüssel von eins zu zehn haben. Also kommt eine Pflegefachkraft auf zehn Patienten - und leider in der Nacht eine Pflegefachkraft auf 22 Patienten.

Das schreibt das Gesetz vor und dieses Gesetz gab es davor noch nie. Das heißt, Kliniken konnten Personal einsetzen wie sie wollten. Das gab dann die Situation in manchen Krankenhäusern, dass eine Pflegefachkraft für 36 Patienten alleine war. Dass das jetzt anders ist, ist ja schon mal gut, aber noch nicht ausreichend, noch lange nicht ausreichend.

Die Pflegeminuten, die Dr. Knebel ansprach, setzen sich aus einer Datenerhebung der vergangenen Jahre zusammen. Das heißt, es sind ganz viele Krankenhäuser gefragt worden und es wurden ganz viele Daten eingereicht und daraus hat man einen Durchschnitt gebildet. Und das ist das, was ich vorhin angesprochen habe. Die PPR 2.0 (Pflegepersonalregelung 2.0, Anm. d. Red.), die der Koalitionsvertrag vorsieht, betrachtet genau diese Minuten.

Dass zum Beispiel Patienten, die einen hohen Aufwand haben, Behandlungen mit pflegerischem Aufwand haben, wie Dialyse oder bestimmte Zugänge, dass die mit einer Ziffer bezeichnet werden, der ein behandlungspflegerischer Rahmen zugeordnet ist in Minuten. Und noch einen Vorteil hat die PPR 2.0. Die sagt nämlich aus, dass wir unterscheiden in Grundpflege und Behandlungspflege.

Damit sind wir bei den internationalen Modellen, die es in der Schweiz schon gibt, in Norwegen gibt, in Schweden gibt. Dass nämlich genau hier eine Abgrenzung stattfindet und Behandlungspflege von Pflege-Fachkräften erbracht wird - und Grundpflege durch Pflege-Hilfskräfte unterstützt werden kann. Das war bisher noch nie so.

zum Aufklicken: Was steht dazu im Koalitionsvertrag?

Seite 80: "Der Dramatik der Situation in der Pflege begegnen wir mit Maßnahmen, die schnell und spürbar die Arbeitsbedingungen verbessern. Kurzfristig führen wir zur verbindlichen Personalbemessung im Krankenhaus die Pflegepersonalregelung 2.0. (PPR 2.0) als Übergangsinstrument mit dem Ziel eines bedarfsgerechten Qualifikationsmixes ein. In der stationären Langzeitpflege beschleunigen wir den Ausbau der Personalbemessungsverfahren. Insbesondere dort verbessern wir Löhne und Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte mit dem Ziel, die Gehaltslücke zwischen Kranken- und Altenpflege zu schließen. Wir wollen den Pflegeberuf attraktiver machen, etwa mit Steuerbefreiung von Zuschlägen, durch die Abschaffung geteilter Dienste, die Einführung trägereigener Springerpools und einen Anspruch auf familienfreundliche Arbeitszeiten für Menschen mit betreuungspflichtigen Kindern."

Was wäre denn für Sie ein schöner Schlüssel?

Jeannette Gühne: Ein schöner Schlüssel? Man kann das nicht so pauschalisieren. Wenn ich zehn Patienten habe, die in die Cafeteria gehen, die spazieren gehen, die fit und mobil sind, dann brauche ich keine zwei Fachkräfte. Habe ich aber zehn Patienten, die im Bett liegen, nicht essen und nicht trinken können, die eine volle Unterstützung brauchen, dann benötige ich mindestens drei Fachkräfte. Es lässt sich nicht pauschal sagen.

In dieser Corona-Zeit, sind da auch Leute zu ihnen gekommen, die gesagt haben: "Dienstplan hin oder her, ich kann einfach nicht mehr"?

Jeannette Gühne: Ich habe das jeden Tag, dass Mitarbeiter auf mich zukommen und sagen sie können nicht mehr, aber trotzdem kommen sie, um das Team nicht im Stich zu lassen, um die Klinik nicht im Stich zu lassen. Ich kann im Moment noch nicht abschätzen, welche langfristigen Auswirkungen das auf das Mitarbeiter-Verhältnis insgesamt hat.

Wie wird denn bei Ihnen im Team über die Impfpflicht für Pflegekräfte gesprochen? Wie ist Ihre ganz persönliche Meinung dazu?

Jeannette Gühne: In meiner Rolle als Pflegedienstleitung muss ich mich der Impfpflicht unterwerfen, muss die Vorgaben umsetzen und musste auch mit meinen Mitarbeitern darüber sprechen, zumindest mit den Mitarbeitern, die nicht geimpften sind.

Meine persönliche Meinung als Frau Gühne ist, dass ich die Impfung eines Menschen als ganz intime Entscheidung empfinde. Und ich werde mich nicht in den Intimbereich meiner Mitarbeiter bewegen. Das mache ich nicht.

Wir reden über die Konsequenzen, die uns allen leid tun. Ich habe hier Mitarbeiter sitzen, die 19, 20, 25 Jahre im Haus sind. Alle haben ihre Gründe, wie gesagt, Intimbereich. Denen musste ich sagen, dass es eventuell so kommen kann, wie es die Regierung vorgeschlagen hat. Und das ist sehr, sehr schmerzhaft und in keinster Form wertschätzend.

Frieder Knebel: Prinzipiell ist es ja ein Gesetz. Die letztliche Verantwortung liegt also beim Arbeitgeber, weil der zuständig ist für das Haus, das umzusetzen, was im Gesetz steht. Und wenn ich anfange mit diesem Gesetz, dann könnte ich ja auch das zur Pflege-Untergrenze in Frage stellen. Da müssen wir sehen, wie letztendlich die Umsetzung ist.

Also das Gesetz ist ja immer das eine und die Durchführungsbestimmungen, die dann folgen, sind ja meist etwas anderes. Und vielleicht ist man so klug und weise und wird in den Durchführungsbestimmungen dann hineinschreiben, dass das eigentlich gar nicht so gemeint war und letztendlich der Spielraum erweitert wird. Wir werden sehen, was uns da am Ende beschert wird.

Jeannette Gühne: Ich finde, dass sich das Gesetz nur auf die Gesundheitseinrichtungen bezieht und auf eine Berufsgruppe, die eh schon stark belastet ist - psychisch, das ist jetzt nicht nur körperlich gemeint - das ist an Unfairness nicht zu übertreffen. Also wenn eine Impfpflicht, dann für alle. Und nicht nur für eine Berufsgruppe.

Herzlichen Dank für den Moment, nächste Woche reden wir weiter.

MDR

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 04. Februar 2022 | 11:00 Uhr

105 Kommentare

Germinator aus dem schoenen Erzgebirge vor 27 Wochen

"Dresden – Die sächsischen Landräte schlagen wegen der ab 15. März vorgeschriebenen einrichtungsbezogenen Impfpflicht weiter Alarm und fordern jetzt gemeinsam die Aussetzung."
Quelle: Bild

Ich habe schon immer gesagt, dass keine Impfpflicht kommt. Das ist mit den Sachsen, die 89 auf der Straße waren, nicht zu machen.

Anita L. vor 27 Wochen

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-gibraltar-inzidenz-impfung-100.html

Gibraltar beweist einiges:
Erstens: Eine Pandemie bekämpft kein Land allein. Eine hohe Impfquote sagt nichts über den Impstatus der Berufspendler von außerhalb der Insel aus, von wo das Virus immer wieder auf die Insel getragen wird.
Zweitens: Die Impfung wirkt. Die Impfquote in der Bevölkerung liegt nicht bei 100 Prozent, unter den Erkrankten ist der Anteil ungeimpfter hoch.
Drittens: Die Impfung wirkt: Trotz hoher Inzidenz gibt es so gut wie keine schweren Verläufe. Und das ist das Ziel.

Anita L. vor 27 Wochen

Quod erst demonstratum.

Spanische Grippe: Es gab keinen Impfstoff.
Hongkong Grippe: Es gab keinenImpfstoff.

Vergleich mit Corona: Schief wie Baba Jagas Hexenhaus
Whataboutism: Weil man damals nicht, muss man heute auch nicht... Sehr überzeugend, doch, ja, und so wahnsinnig logisch...

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