Gestiegene Corona-Inzidenz Kreis Nordhausen verzichtet auf längere Ladenöffnung

Gestartet hatte der Kreis Nordhausen seinen Versuch mit Ladenöffnungen bei einer zweistelligen Corona-Inzidenz. Nun bei über 110 hinausgehenden Werten muss er auf eine Verlängerung über Freitag hinaus verzichten.

Der Kreis Nordhausen wird keine Verlängerung des Modellprojektes für den Einzelhandel in der nächsten Woche beantragen. Grund sei die gestiegene Inzidenz von 96 auf 110 innerhalb eines Tages. Laut Landratsamt ist die Inzidenz aber nicht wegen des Einkaufsverhaltens im Zuge der Modellregion angestiegen, sondern aufgrund von Infektionsclustern in Schulen und Unternehmen.

Menschen stehen Schlange vor dem Corona-Testzentrum des DRK am Kornmarkt in Nordhausen
Zum Auftakt des Versuchs hieß es für viele erst mal: Warten vor einem der Schnelltestzentren, die die nötigen Negativbescheinigen ausstellen können. Bildrechte: MDR/Armin Kung

Wegen des gestiegenen Inzidenzwertes über 100 während des Modellprojektes steht der Kreis in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium. Im Kreis Nordhausen ist das Shoppen nach einem negativen Test seit vergangenem Dienstag und bis zum kommenden Freitag (16. April) im Rahmen eines von der Landesregierung genehmigten Modellprojekts erlaubt. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Kreis durchgehend eine Corona-Inzidenz von unter 100 aufweist. Zuletzt hatte sich der Kreis noch zuversichtlich geäußert, eine Verlängerung erreichen zu können.

Quelle: MDR THÜRINGEN/csr

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 14. April 2021 | 15:00 Uhr

2 Kommentare

ElBuffo vor 4 Wochen

Dass der alte Lockdown nicht das gewünschte Ergebnis brachte, könnte neben anderen Gründen vor allem daran liegen, dass es sich bestenfalls um eine Art Lockdöwnchen handelt.
Sie sprechen jetzt die Testpflicht in Unternehmen und Schulen an. Wieviele von der Risikogruppe erreicht man damit? Da klemmt die Säge seit über einem Jahr ganz gewaltig. Grundsätzlich stimme ich Ihnen aber zu, dass eine Gerontokratie sich die Zukunft verbaut.

Ritter Runkel vor 4 Wochen

Deutschland hängt je nach Branche seit über einem Jahr seit November oder seit Mitte Dezember im Lockdown.
Wir haben den Lockdown nicht mal beendet und unsere Bundeskanzlerin möchte den nächsten schärferen Lockdown mit Ausgangssperren.
Da muss man sich doch fragen, welche Strategie steckt da dahinter?
Wenn der alte Lockdown nicht das gewünschte Ergebnis erbracht hat, verhängen wir einfach einen neuen?
Diesen Sommer Urlaub? Rückkehr der betroffenen Branchen zur Normalität?
Das dürfte wohl bei dieser Politik nichts werden.
Solange Altmaier sich scheut, eine Testpflicht in Unternehmen einzuführen, so lange wie es den Bundesländern nicht gelingt, die Schnelltests an den Schulen zu organisieren, brauchen wir über wirksame Corona-Bekämpfung nicht weiter nachzudenken.
Deutschland entwickelt sich für mich gerade zu einem "failed state".

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