Handel Kreis Nordhausen: Einziger Supermarkt in Hohenstein dicht

In der Gemeinde Hohenstein im Landkreis Nordhausen hat der einzige Supermarkt seinen Standort aufgegeben. Wie der Betreiber auf seiner Internetseite bekannt gab, schloss der Edeka-Markt im Ortsteil Mackenrode zum Wochenende. Eine Sprecherin des Rathauses sagte MDR THÜRINGEN, dass es in der gesamten Gemeinde damit keinen Supermarkt mehr gibt. Auch eine Postfiliale befand sich in dem Gebäude.

Ein Edeka-Schild.
Die Edeka-Filiale in Hohenstein hat geschlossen. Nun gibt es ind er Gemeinde keinen Supermarkt mehr. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/Horst Galuschka

Markt aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen

Laut Betreiber ist der Markt am Kastanienplatz aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen worden. Die Gemeinde Hohenstein hat 2.105 Einwohner. Die nächsten Einkaufsmöglichkeiten gibt es im benachbarten Bad Sachsa (Niedersachsen), in Walkenried, Bischofferode, Großbodungen oder in der rund 20 Kilometer entfernten Stadt Nordhausen.

Quelle: MDR THÜRINGEN/fno

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Schlagernews | 18. August 2021 | 09:30 Uhr

5 Kommentare

Simone vor 45 Wochen

Was für einen Standard bei der Dichte von Supermärkten soll man den bitte recherchieren können? Letztendlich ist es doch die Zahl der Kunden die bestimmt, ob und was für ein Laden sich rechnet.

Ein großer Vollsortimenter wird sich für 3000 Einwohner im Umland kaum lohnen, während ein kleinerer Laden hier durchaus noch bestehen kann.
Letztendlich hängt es ja auch von der Loyalität der Menschen zu "ihrem" Supermarkt ab, ob dieser Überlebenschancen hat oder nicht.

Wer den Wocheneinkauf beim Discounter erledigt und allenfalls mal frisches Obst und Brot beim Edeka kauft, der muss sich nicht beklagen, wenn dieser irgendwann verschwindet.

Mediator vor 45 Wochen

Keine schöne Entwicklung, aber auch nicht dramatisch. Bad Sachsa ist gerade einmal 6 km entfernt und die meisten die dort wohnen werden, sofern sie arbeiten, pendeln. Ansonsten scheint ja Geld in der Gemeinde vorhanden zu sein, wenn man ein Freibad betreiben kann.

Da sich ab einer gewissen Einwohnerzahl ein Supermarkt kaum noch gewinnbringend rechnet muss man eben andere Konzepte ins Auge fassen, die von der Gemeinde und den Bürgern etwas mehr Engagement erfordern. Die Dinge des täglichen Bedarfs kann man auch in einem kleinen Laden finden und das was man selten braucht, dass muss man halt bevorraten, wie es auf dem Land eh üblich ist.

Insgesamt gilt, dass die Läden vor Ort eh nur dann eine Chance haben, wenn die Bürger vor Ort sie unterstützen. Wenn jeder der es kann beim Discounter auserorts kauft, dann bleiben halt nicht genug Kunden für den lokalen Laden übrig.

Jana vor 45 Wochen

Da darf man sich fragen, wo die Menschen eingekauft haben, wenn der Supermarkt sich nicht rentiert hat. Wer in seinem Ort Infrastruktur erhalten will, der muss eben auch etwas dafür tun und nicht nur die Noteinkäufe am besten um 19:45 vor Ort tätigen.

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