Rettung bei Ellrich Hündin Cleo nach fünf Tagen aus Erdloch gerettet

Hündin Cleo war zu Ostern beim Spaziergang plötzlich verschwunden. Die Schwiegertochter der Familie fand das Tier im Wald bei Ellrich im Landkreis Nordhausen unter einer Wurzel in einem fünf Meter tiefen Erdloch. Cleo überlebte offenbar, weil sie sich von Wildschwein-Kadavern ernährte.

Eine Frau beobachtet einen Mann von der Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht Thüringen, der Hündin Cleo von den Gurten befreit.
Hündin Cleo saß fünf Tage lang in einem Erdloch fest. Bildrechte: MDR/André Hoy, Bergwacht Thüringen

Nach fünf Tagen ist bei Ellrich im Kreis Nordhausen eine Hündin aus einem fünf Meter tiefen Erdloch gerettet worden. Die Hündin Cleo war am Ostermontag bei einem Spaziergang plötzlich verschwunden. Trotz des Einsatzes von Suchhunden gab es tagelang kein Lebenszeichen von dem Tier. Erst am Samstag entdeckte die Schwiegertochter der Familie den Border-Collie-Tibet-Terrier-Mischling in einem Erdfall-Loch unter einer Baumwurzel.

Tino Fieker von der Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht Thüringen beim Abseilen
Tino Fieker von der Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht Thüringen beim Abseilen ins Erdloch. Bildrechte: MDR/André Hoy, Bergwacht Thüringen

Mit einer Spezialausrüstung der Ellricher Bergwacht gelang es schließlich einem Höhlenretter, durch ein 35 Zentimeter großes Loch zu dem Hund vorzudringen und ihn zu retten.

Rettungsausrüstung der Bergwacht Thüringen liegt auf einem Waldboden.
Bildrechte: MDR/André Hoy, Bergwacht Thüringen

Cleo war fünf Meter tief in einen 15 Quadratmeter großen Hohlraum gefallen. Der schwarz-weiße Hund überlebte die fünf Tage im dunklen Erdloch offenbar nur deshalb, weil in der Höhle auch Kadaver von Wildschweinfrischlingen und anderen Tieren lagen.

Tino Fieker von der Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht Thüringen nach dem Einsatz
Retter in der Not: Tino Fieker von der Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht Thüringen. Bildrechte: MDR/André Hoy, Bergwacht Thüringen

Außerdem gab es Schlammpfützen, aus denen Cleo trinken konnte. Cleo hatte fünf Tage lang um Hilfe gebellt und war am Ende völlig heiser. Der Hund bekam vor Ort zunächst eine Beruhigungsspritze.

Sowohl der Höhlenretter als auch der sechseinhalb Jährige Mischlingshund stanken zum Himmel, berichten die überglücklichen Halter von Cleo. Die Familie hatte in den Tagen nach dem Verschwinden im Wald gefrühstückt, um ihren Hund wieder anzulocken. Doch leider klappte das nicht.

Mehrere Personen beobachten Tino Fieker von der Höhlenrettungsgruppe der Bergwacht Thüringen beim Abseilen
Nach der Rettung wurde das Erdloch gesichert. Bildrechte: MDR/André Hoy, Bergwacht Thüringen

Das tückische Loch im Gipskarst wurde inzwischen von der Feuerwehr mit einem Gitter gesichert.

Quelle: MDR/ifl

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Johannes und der Morgenhahn | 13. April 2021 | 08:30 Uhr

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