Kita-Essen Nordhausen will Zuschuss zur Kindergarten-Verpflegung streichen

Seit 2018 hatte die Stadt Nordhausen Kosten für Kinderverpflegung in Kindertagesstätten freiwillig übernommen. Nun soll damit Schluss sein. Künftig sollen Eltern das Verpflegungsentgelt in Nordhausens städtischen Kindergärten selbst bezahlen - so plant es zumindest die Stadtverwaltung. Grund ist die schwierige finanzielle Lage.

Kindergartenkinder sitzen an einem Tisch in einer Kindertagesstätte.
Laut der Stadt Nordhausen ist die Haushaltsaufstellung für 2022 stark unter Druck gesetzt und führt aktuell zu einer Finanzierungslücke in Millionenhöhe. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Wegen finanzieller Schieflage will die Stadt Nordhausen den Zuschuss zur Kindergarten-Verpflegung im kommenden Jahr streichen. Die Kosten der Verpflegung von Kindern seien von 400.000 Euro im Jahr 2018 auf 490.000 Euro im Jahr 2021 gestiegen. Die Stadtverwaltung spricht von steigenden Ausgaben bei der Kreisumlage und sinkenden Einnahmen. Vor allem seien Landeszuschüsse rückläufig. Außerdem gab es Ausfälle bei der Gewerbesteuer wegen Corona.

Zudem blieben die Kindergartengebühren nach Angaben der Stadtverwaltung seit 2011 unverändert. Allein dies bedeute eine große Anstrengung für die Stadt, denn die Ausgaben für Kindertagesstätten seien bereits der größte Zuschussposten im kommunalen Haushalt.

Weitere Besprechungen mit Eltern geplant

Final beschlossen sind die Pläne noch nicht. Wie die Stadverwaltung mitteilte, wird auf Wunsch einiger Elternvertreter zu diesem Thema eine weitere Besprechung stattfinden. Bei Bedarf werde die Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Stadtelternsprecher weitere Treffen für die kommunale Elternvertretung unterstützen, um allen Elternbeiräten die Möglichkeit zum Austausch sowie zur Diskussion und Ideensammlung zu geben.

Quelle: MDR THÜRINGEN/mw

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 09. November 2021 | 09:30 Uhr

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